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über und weitere Literatur in der angeführten Arbeit von Emma Jacobsson.Stiasny in Sitzungsber. derAkademie der Wissenschaften. Wien, 1913). Auch bei den holzigen Arten ist die Borkenbildung meist nurspärlich. Nach Möller (Anatomie der Baumrinden, Berlin 1882) lassen sich die Unterfamilien nach der Be«sdiaffenheit der Siebröhren in der Rinde unterscheiden. Das Leguminosenholz we ! st stets Gefässe mit rundenoder elliptischen, einfachen oder behöften Tüpfeln (besonders grosse bei Sophora) auf; vielen Sippen (z. B.allen Mimosoideae, manchen Caesalpinioideae und Genisteae) fehlen Tradieiden. Die Anordnung der Gefässeund der Markstrahlen (besonders breite bei Sarothamnus) ist für viele Sippen charakteristisch. Manche Lianen,namentlich die aus der Caesalpinioideengattung Bauhinia, weisen einen infolge ganz abweichenden Dickenwachs«tums stark zerklüfteten Holzkörper aufj ihre oft bandförmigen, gewundenen Stämme sind die sogenannten„Affentreppen". Die älteren Gefässe sind bei vielen Hölzern (Genisteae, Cladrastis, Haematoxylon usw.) mitGummi erfüllt, bei den Robinia« und Acacia* Arten durch Thyllen (siehe Robinia) verstopft. Nach Aug. Mrazek
H (Ueber geformte eiweissartige Inhaltskörper bei den Leguminosen. Oesterr.
S q ß Botan. Zeitschrift Bd. LX, 1910) führen zahlreiche Mimosoideen und Caesal«
' J ' pinioideen Milchsaft mit kleinen Inhaltskörpern, und auch die Siebröhren
der Papilionaten enthalten regelmässig Eiweisskörper. Diese sind bei Lupinus,wo auch eigentümliche Idioblasten mit Eiweiss vorkommnn, von Spindel»form ohne Fäden, bei Phaseolus von solcher mit Fäden, bei Laburnum,Medicago, Astragalus usw. von Stäbchen« und Tonnenform ohne und beiCoronilla varia von solcher mit Fäden usw. Besondere Gerbstoffbehälterkommen bei vielen Leguminosen vor, namentlich bei Caesalpinioideen,Galegeen und Hedysareen (besonders viel Gerbstoff bei Ceratonia, I laema-toxylon, Tamarindus u. a.), die wohl aus diesem Grund viel weniger unterParasiten zu leiden haben als die Genisteen, Trifolieen, Vicieen und Pha«seoleen, die überhaupt keine inneren Sekretbehälter besitzen und zu denendie wichtigsten Futterpflanzen gehören. Ganz frei von Gerbstoff sind nachH. Klenke (Lieber das Vorkommen von Gerbstoff und Stärke in denAssimilationsorganen der Leguminosen. Dissertation. Göttingen 1912) dieLaubblätler von Laburnum, Petteria, Colutea, Caragana, Abrus, währendz. B. bei Lathyrus vernus ein solcher nur in den Haaren nachweisbar ist.Meist Oel oder Harz führende Sekretlücken haben z. B. Acacia, Myroxylon,Copaifera, Psoralia, Amorpha, Anthyllis, viele Hedysareen und Dalbergieen.
Assimilierende Achsen sind häufig; sie können stielrund sein (Ruten«sträucher, namentlich viele Genisteen) oder geflügelt (Acacia«, Genistella«und Lathyrus»Arten). Zweigdornen haben u. a. Arten von Gleditschia (Fig.1284 a, b), Genista und Ulex (Taf. 159 und 158), Blattdornen Caragana undAstragalus. — Alle Leguminosenlaubblätter sind auf unpaarig gefiedertezurückzuführen; bei den ursprünglichsten Gruppen (Mimosoideen und Caes«alpinioideen, als seltene „Missbildung" auch bei Galegeen wie Glycyrrhiza)sind sogar doppelt gefiederte häufig. Durch Reduktion entstehen paarig gefiederte, 3«zählige („Kleeblätter")und mehrzählig gefingerte Laubblätler (Lupinus, Trifolium Lupinaster), schliesslich ungeteilte (Cercis [mit sekun-därer Verwachsung], Podalyrieae [einzelne mit Nadelblättern], Genista, Ononis) bis ganz geschwundene (Ruten«sträucher, Lathyrus Aphaca und L. Nissolia). Ueber besondere Metamorphosen vgl. Acacia, die Genisteen,Astragalus und die Vicieen. Die Blättchen sind meist ganzrandig und fiedernervig, ± gezähnt bei Podalyrieen(z. B. Chorozema), Trifolieen und Vicieen (Cicer, Vicia Narbonensis), buditig bis tiefer eingeschnitten beimanchen Phaseoleen, parallelnervig bei Lathyrus-Arten. F. Morvillaz (L'appareil conducteur loliaire desL^gumineuses. Compt. Rend. Acad. Paris. Bd. CLXVIII, 1919, pag. 787/90) unterscheidet 10 Typen des Leit«bündelverlaufs, die sich alle auf denjenigen der Chrysobalanoideen unter den Rosaceen zurückführen lassenund eine Tendenz zu fortschreitender Vereinfachung zeigen. Vgl. auch Reinke, J. Untersuchungen über dieAssimilationsorgane der Leguminosen. Jahrbuch für wissenschaftl. Botanik. Bd. XXX 1897. — Aehnliche Um«Wandlungen wie die Blättchen machen auch die Nebenblätter durch, von denen bei den ursprünglicherenGruppen (z. B. bei vielen Galegeen und Phaseoleen) nicht nur ein Paar am Blattgrund, sondern auch je einesals „Stipellen" am Grund der Fiederblattchen sitzt. Die Nebenblätter können blattgegenständig (antidrom) sein,verwachsen (Astragalus« und Hedysarum«Arten), eine Scheide bilden (Trifolium.Arten) oder verdornen (Acacia[Fig. 1289), Robinia [Fig. 1284 c, d]). Völlig reduziert sind sie bei manchen Genisteen, Galegeen, Hedysareen undVicieen (z. B. Arten von Genista, Cytisus und Lathyrus) und namentlich bei den Loteen, Pisum und wohl auch beiCicer, wo die untersten Blättchen als „Pseudostipellen* (Norman, Glück) an ihre Stelle treten. Ascidien«bildung ist sowohl an Blättchen wie auch an Nebenblättern vielfach beobachtet worden. Bei zahlreichen
Fig. 1284. Ausbildung der Sprossdornenvon Gleditschia triacanthos L. (a,b) und der Nebenblattdornen von Ro-binia P s e u d a c a c i a L. (c, d) bei vollerBelichtung (#, c) und bei Beschattung(b, d). Nach Lothelier.
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