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1 (1893) Die Sympetalen
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ARCTOSTAPHYLOS Adans.

Bllithen fünfgliedrig. Kelch tief fünftheilig, bleibend. Blumenkrone kugelig, krugförmig, oder glockig,fiinflappig, mit dachziegeliger Knospenlage der Zipfel. Staubgefässe zehn, unter dem Fruchtknoten ein-gefügt, eingeschlossen; Beutel unterhalb der Spitze auf dem Rücken angeheftet mit zwei endständigenPoren aufspringend und mit zwei abwärts gekrümmten Hörnchen versehen. Das Honig absonderndePolster ist schwach zehnlappig oder ganzrandig. Fruchtknoten sitzend, fünffächrig; in jedem Fache einehängende, gewendete Samenanlage; Griffel einfach mit kopfförmiger, undeutlich zweilappiger Narbe.Frucht steinfruchtartig, mit fünf oder durch Fehlschlag ein bis vier hartschaligen Steinen oder einem ein-zigen gefächerten Steine. Samen hängend, mit Nährgewebe und einem mittelständigen Keimlinge.Bäume oder Sträucher, zuweilen klein und an die Erde gedrückt mit spiralig gestellten, lederartigen,ganzrandigen oder gezähnten, meist immergrünen Blättern. Blütben für die Familie klein, in traubigenoder rispigen Inflorescenzen, nickend.

Von den 21 beschriebenen Arten wachsen 2 in der gemässigten und kalten Zone der ganzen nörd-lichen Erdhälfte, die übrigen in Californien und Mexiko.

Arctostaphylos Uva ursi Spr.

Tafel 44.

Ein niedriger, viel verzweigter, sparriger am Boden liegender Strauch; Blätter spathelförmig, oderschmal umgekehrt eiförmig, an der Spitze gerundet oder gestutzt, am Grunde in den verhältnissmässiglangen Blattstiel verschmälert, am Rande fein behaart; Blüthen in armbltithigen, endständigen Trauben;Beeren roth.

Arctostaphylos Uva ursi Spreng. Syst. veget. II. 287; Dietr. Fl. boruss. V. t. 349. DC. Prodr. VII.584; Baxt. Brit. Bot. VI. t. 502; Led. Fl. Boss. II. 909; Godr. et Gren. Fl. de Fr. II. 426; Willk.et Lange, Fl. Hisp. II. 340; Boiss. Fl. Orient. III. 967; Berg und Schmidt, Dar stell, u. Beschr. t. XX 9 ;Bentl. and Trim. Med. pl. t. 163; Köhler, Mediz. Pfl. t. 137; Asa Gray, Synopt. Fl. I. 28; Flück.Pharmacogn. 658; Arth. Meyer, Drogenkunde II. 219.

Arbutus Uva ursi Linn. Spec. pl. ed. I. 395; Fl. Danica I. t. 33; Lightf. Fl. Scot. I. 216. t. 14;Allione, Flor. Pedem. I. 135; Plenck, Offic. t. 340; Dreves, Bildb. II. 119. t. 64; Svensk Bot. II.t. 65; Schkuhr, Handb. I. 365. t. 118; Schrank, Fl. Monac. I. t. 34; Guimpel, Holzgew. I, 74. t. 57;Hayne, Arzneigew. IV. t. 20; Nees, Düsseid. Abb. t. 215; Guimp. et Schlecht.. Pharm. I. 120. t. 58;Woodv. Med. pl. 288. t. 100; Bert. Fl. Ital. IV. 436.

Arctostaphylos officinalis Wimm, et Grab. Fl. Siles. I. 391; Mert. et Koch, Deutschi. Fl. III. 100;Kocli, Syn. 475.

Arbutus procumbens Salisb. Prodr. 269.

Arbutus buxifolia Stokes, Bot. 509.

Uva ursi procumbens Moench, Method. 470.

Uva ursi baxifolia Salisb. in Gray, Arr. II. 400.

Macrania Uva ursi Desv. Journ. Bot. III. 38.

Bärentraube, Mehlbeere; englisch: Bear grape; französisch: Bousserole, raisin cFours.

Die von einer kräftigen Pfahlwurzel ausgehenden, strahlenförmig ausgebreiteten, dem Boden an-gepressten, nur an den Enden aufstrebenden, holzigen, an der Spitze krautigen Zweige erreichen eineLänge von 4050 cm; sie sind mit einer schwarzen Kinde bedeckt, von der eine dünne, papierartigeBorke abspringt. Die jährigen Schosse sind krautig, mit einem dünnen Überzuge von gekrümmten undgewundenen Haaren versehen, zwischen denen Köpfchenhaare eingestreut sind; das Sekret der letzterenlässt sie ein wenig lackiert erscheinen.