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1 (1893) Die Sympetalen
Entstehung
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und endet in zwei am Rande verdickte, eiförmige, blattartige Narben. In den männlichen Bliithen, dieseltener zu sein scheinen, fehlt der Stempel und an seiner Stelle ist nur ein kleines grünes Höckerchen,sonst stimmen sie mit den weiblichen überein.

Die Frucht (Olive) ist eine bald ellipsoidische, bald kugelige Steinfrucht von 23 cm Länge und2 cm Breitendurchmesser; die wilde Olive ist kleiner, sie ist bei der Reife dunkelgrün oder schwarz pur-purn; ihr Exocarp ist dünnhäutig, das Mesocarp ist fleischig und mit fettem Öle angefüllt; in der ver-wilderten Form ist es sehr bitter. Der sehr harte Steinkern ist 1,42 cm lang und 0,60,8 cm breit;er ist netzig sculpturirt.

Der Same ist etwa um y 4 kleiner als der Steinkern und enthält in einem ölig fleischigen Nährge-webe einen Keimling mit oblongen Keimblättern; das kurze Würzelchen ist nach oben gewendet.

Der Ölbaum ist ursprünglich in Kleinasien, Nord-Persien, in der arabischen Landschaft Maskat undin der subalpinen Region der nubischen Berge am arabischen Meerbusen heimisch, wird aber jetzt imganzen Mittelmeergebiete, in der Krim und in Transkaukasien cultiviert und ist an vielen Stellen in solcherMasse verwildert, dass er undurchdringliche Dickichte bildet; an dem Nordufer des Garda-See's und inIstrien bei Görz berührt er noch die Grenzen der weiteren deutschen Flora.

Im Parenchym des Fruchtfleisches von Olea europaea liegt ein fettes Ol, welches durch Zerquetschender Früchte und darauf folgendes Pressen derselben gewonnen wird und als Olivenöl oder Provenceröl{Oleum Olivarum) in den Handel kommt.

Erklärung de

Fig. A. Ein blühender Zweig nach einem in der Provencecultivierten Exemplare.

Fig. -B. Eine Schuppe, 50mal vergrüssert.

Fig. C. Die Blüthenknospe, 5mal vergrüssert: a. der Kelch;b. die Blumenkrone.

Fig. D. Die Blüthe, 4mal vergrüssert: c. das Staubblatt.

Fig. JE. Die Krone, längs aufgeschnitten und ausgebreitet.

Fig. F. Das Staubblatt von vorn und von hinten gesehen,6mal vergrüssert.

Fig. G. Der Staubbeutel.

Fig. H. Pollenkürner in Wasser, 200mal vergrüssert.

Fig. I. Der Kelch mit dem Stempel, 6mal vergrüssert:d. der Fruchtknoten; e. der Griffel; /. die Narbe.

r Abbildungen.

Fig. K. Dasselbe im Längsschnitte: g. die Samenanlagen.

Fig. L. Der Fruchtknoten im Querschnitte.

Fig. M. Die Frucht, natürliche Grüsse.

Fig. N. Dieselbe, der vordere Theil des Fruchtfleisches ab-getragen: h. der Same.

Fig. O. Der Steinkern, natürliche Grüsse: «. die Naht.

Fig. P. Derselbe, der vordere Theil der Steinschale ent-fernt: k. die Scheidewand; l. der Same.

Fig. Q. Der Same.

Fig. Ii. S. Derselbe im doppelten Längsschnitte: m. das Nähr-gewebe; n. das WUrzelchen; o. die Keimblätter.

Fig. T. Derselbe im Querschnitte.