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1 (1893) Die Sympetalen
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Olea europaea Linn.

Tafel 41.

Baumartig mit lanzettlichen, spitzen, ganzrandigen Blättern, die oberseits grün, unterseits silberfarbenbeschuppt sind; Blüthenstände aufrecht, kürzer als das Blatt; Blüthen vielehig, Frucht länglich eiförmig.

Olea europaea Linn. Spec. pl. ecl. I. 8; Allione, Fl. Pedem. I. 121; Gaertn. Fr. II. 75. t. 93; Lam.Encycl. IV. 537, Illustr. genr. t. 8. ßg. 2; Sm. in Sibth. Fl. Gr. I. 3. t. 3; Lois. in Nouv. Duh. I.70. t. 25, 2732; Mert. et Koch, Deutschi. Fl. I. 298; Plenck, Ic. t. 11; Hayne, Arzneipfl. X. 10;Nees, Düsseid. Abbild, t. 212; Guimp. u. Schlecht, Gew. Pharmac. III. 57. t. 248; Woodv. Med. pl.t. 98; Steph. and Chalm. Med. bot. I. t. 15; Spach. Bot. VIII. 262, t. 106; DC. Prodr. VIII. 284;Ledeb. Fl. Ross. III. 38; Godr. et Gren. Fl. Fr. II. 474; Reichb. Fl. Germ. XVII. t. 1074; Willk. etLge. Fl. Hisp. II. 672; Boiss. Fl. orient. IV. 36; Parlat. Fl. Ital. VIII. 155; Berg u. Schmidt, Abbild,u. Beschr. XXXIIl h ; Bentl. and Trim. Med. pl. t. 172; Köhler, Mediz.-. t. 109; Baill. Bot. med.1304, xylogr. 32703272.

Olea Oleaster et O. sativa Hoffmegg. et Lk. Fl. Port. I. 387.

Ölbaum; französisch: Olivier; englisch: Olive-tree.

In der Kegel wird der Baum nur bis 10 m hoch, indess giebt es auch deren, die an Höhe und Dickedas gewöhnliche Mass bei weitem überragen und ungeheure Dimensionen erreichen; die Rinde ist grau,glatt und wird im Alter rissig; die Äste sind ausgebreitet, stielrund oder vierkantig; die wilde oderrichtiger vielerorts verwilderte Form ist strauchartig und die kürzeren Aste laufen in Dornen aus.

Die Blätter sind kreuzgegenständig, zuweilen stehen sie in dreigliedrigen Quirlen; sie sind immer-grün, lederartig, oberseits sind sie blaugrün und nur hier und da mit silbergrauen Schuppen bestreut,unterseits dagegen sind sie von dicht gedrängten Schuppen silberfarben-schuppig; sie sitzen auf einemkurzen 34 mm langen, am Grunde verdickten, oben von einer engen Rinne durchzogenen Stiele; dieSpreite ist meist 56 cm lang und 1012 mm breit, bei der verwilderten Form ist sie gewöhnlichkleiner, oft aber verhältnissmässig breiter; sie ist lanzettlich und verjüngt sich am Grunde allmälig, istam oberen Ende spitz und mit einer Stachelspitze versehen; der völlig ganze Rand ist ein wenig zurück-gebogen; sie wird jederseits des Mittelnerven von 69 nur sehr wenig oberseits vorspringenden Seiten-nerven durchzogen.

Der Bliithenstand ist eine kreuzgegenständige Rispe, die nur in den unteren Seitenstrahlen undauch hier spärlich dichasisch verzweigt ist, sie hat eine Länge von 34 selten bis 5 cm; die Spindel istähnlich den Blätter, aber minder dicht schuppig bekleidet.

Die Blüthen sind entweder zwittrig oder durch Verkümmerung des Stempels männlich; sie sitzen aufeinem sehr kurzen, gewöhnlich nur 1 mm langen Stiele, der gegen die Axe gegliedert ist. Die Deck-blätter sind pfriemförmig und an der Spitze mit kurzen Härchen besetzt. Der Kelch ist 1,5 mm lang,er ist glockenförmig und ganz seicht vier-zähnig, zwei Zähne stehen davon seitlich, zwei median; er istkahl, nur die Spitze der Zähnchen tragen einige Härchen, von häutiger Consistenz, weiss, oder am Grundegrünlich. Die Blumenkrone ist kurz glocken- oder fast radförmig, sie misst 4 mm in der Länge undist bis Uber die Hälfte in vier eiförmige, spitze, klappig deckende Zipfel getheilt, die von drei Nervenlängs durchzogen werden; die Farbe ist weiss. Die Staubgefässe sind in der Mitte der Röhre ange-heftet; ihr linealischer, kräftiger Faden ist sehr kurz; die 2 mm langen Beutel sind breit elliptisch, obenkurz gespitzt, unten herzförmig; sie springen nach innen zu auf; die Pollenkörner sind sehr fein gekörnt,ellipsoidisch oder fast kugelig und mit drei meridionalen Falten versehen. Der Stempel ist nur weniglänger als die Kronenröhre (2 mm). Der oberständige Fruchtknoten ist zweifächrig, wobei sich die Fächermit den Staubblättern kreuzen; von dem obersten Theile der Scheidewand hängen zwei nebenständigeanatrope Samenanlagen herab, deren Rhaphe nach der Scheidewand zu gewendet ist. Der Griffel ist kurz

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