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FRAXINUS Linn.
Blüthen vielehig oder zweihäusig. Kelch klein, vierspaltig, oder fehlend. Blumenblätter 2 oder 4,frei oder (?) am Grunde verbunden, in der Knospenlage eingebogen klappig, zuweilen fehlend. Staubge-fässe 2, in der Blumenkrone befestigt, oder nnter dem Stempel sitzend; die Staubbeutel springen seitlich,doch etwas nach aussen gewendet auf. Der Fruchtknoten ist zweifachrig; er umschliesst in jedem Fachezwei von der Spitze der Scheidewand herabhängende, anatrope Samenanlagen, deren Rhaplie nach aussengelegen ist. Der kürzere oder längere Griffel läuft in zwei dicke, blattartige Narben aus. Die Fruchtspringt nicht auf; sie ist geflügelt und umschliesst allermeist nur einen Samen; dieser ist zusammenge-drückt und enthält in fleischigem Nährgewebe einen geraden Keimling mit nach oben gewendeter Wurzel. —Bäume mit unpaarig gefiederten, sehr selten einfachen Blättern. Die Bliithen sind verhältnissmässig kleinund bilden reichblüthige, kreuzgegenständige Rispen.
Man hat etwa 30 Arten beschrieben, die aber auf eine viel geringere Zahl zu reducieren sind; siebewohnen die gemässigten und wärmeren Gegenden der nördlichen Hälften beider Hemisphären.
Eraxinus Orims Linn.
Tafel 40.
Mässig hoher Baum oder Strauch mit unpaarig gefiederten drei- bis vier-jochigen Blättern; Blättcheneiförmig oder elliptisch, zugespitzt, gesägt, kurz gestielt, kahl, nur am Grunde des Mittelnerven unterseitsweichhaarig; Rispen dicht, meist kürzer als die Blätter; Blumenblätter 4, frei. Flügelfrucht schmallanzett-lich, stumpf, beiderseits verschmälert.
Fraxinus Ornus L. Spec. pl. ed. I. 1057; All. Fl. Pedem. II. t. 95, Icon. Taur. XXII. t. 28; Lani.Encycl. 858; TVoodv. Med. bot. I. 104. t. 36; Duham. Traite des arbr. ed. II. IV. 61. t. 15; Sibth.Fl. Gr. I. t. 4; Nees, Diiss. Abb. t. 372; Guimp. u. Schlecht. Pfl. Pharmac. t. 292 u. 293; DC. Prodr.VIII. 274; Godr. et Gr. Fl. Fr. II. 473; Willk. et Lge., Fl. Hisp. III. 563; Berg u. Schmidt, Darst.u. Beschr. t. III"; Bentl. et Trim. Med. pl. t. 170; Köhler, Mediz.-Pß. t. 115; Boiss. Fl. orient. IV. 39;Pari. Fl. Ital. VIII. 165; Battand, et Trab. Fl. d'Alg. II. 582; Flück. and Hanb. Pharmacogr. 366;Flück. Pliarmacogn. 24; Iteichb. Fl. Germ. XVII. t. 1072; Baill. Bot. med. 1306. xylogr. 3273—3275.
Fraxinus panniculata Mill. Dict. n. 4.
Fraxinus florifera Scop. Fl. carn. II. ed. II. 282.
Fraxinus argentea Loss. Fl. Gatt. 697.
Fraxinus vulgatior Seg. Veron. II. 290*).
Ornus europaea Pers. Ench. I. 9; Loud. Arbor. II. 1241. t. 166 et 167; Hayne, Arzneigew. XIII. 11;Mert. u. Koch, Deutsclil. Fl. I. 357.
Manna-Esche; französisch: Frene ä Manne; englisch: Manna-ash.
Der Baum erreicht gewöhnlich eine Höhe von 5—7, selten über 10 m; zuweilen verästelt er sichvom Grunde aus und bildet einen höheren Strauch; der Stamm ist gerade, cylindrisch, mit grauer, glatterRinde bedeckt, die Zweige sind an den Knoten ein wenig verdickt.
Die Blätter sind unpaarig gefiedert, die unteren sind mit dem Endblättchen 5- die obersten zuweilennur 3-jochig; der Blattstiel ist oberseits ausgekehlt, am Grunde ist er stark angeschwollen. Die Blättchensind 5—6 (3—10) cm lang und in der Mitte 2—2,5 (1—3) cm breit; sie sind zuweilen sehr kurz, zuweilen
*) Fraxinus rotundifolia Lam. ist gewiss nicht speoifisch von F. Ornus L. zu trennen; Fr. americana Pers. ist gleich-falls wie eine Reihe anderer von Persoon beschriebener Arten mit ihr identisch, indem jene Formen irrthümlich als ausAmerika stammend angegeben werden.