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15. Familie: Oleaceae Lindl.
Die Blütlien sind stets aktinomorph, zwittrig oder oft durch Fehlschlag eingeschlechtlich, im Kelchund Krone häufig vier- zuweilen auch fünf- und mehrgliedrig, selten sind beide durch Fehlschlaggeschwunden. Die Blumenkrone ist praesentirteller-, trichter- oder glockenförmig mit dachiger oderklappiger Knospenlage der Zipfel; zuweilen sind diese ganz frei; Staubgefässe sind fast stets zwei vor-handen, sie sitzen in der Blumenkronenröhre oder, wenn diese fehlt, unter dem Fruchtknoten; diegewöhnlich breiten, eiförmigen oder elliptischen Beutel sind meist am Grunde befestigt, sie springenseitlich oder nach aussen auf. Der oberständige Fruchtknoten ist zweifächrig; die Fächer wechseln mitden Staubgefässen, in jedem befinden sich meist zwei anatrope Samenanlagen. Die Frucht ist kapsei-,oder beeren- oder steinfruchtartig, sie hat wenige, zuweilen durch Fehlschlag nur einzelne Samen. DerKeimling ist gerade, er ist meist von Nährgewebe umgeben und hat flache Keimblätter.
Aufrechte oder klimmende Sträucher oder Bäume mit kreuzgegenständigen oder quirligen, nebenblatt-losen, einfachen oder gefiederten Blättern. Die Bliithen stehen in kreuzgegenständigen Rispen oder inCymen, sie sind nicht immer mit Deck- und Vorblättern versehen.
Die 19 Gattungen, welche in der Familie anerkannt werden, umfassen ungefähr 300 Arten; sie sindbesonders in den wärmeren Gegenden der Erde verbreitet, den kalten Zonen und den Hochgebirgenfehlen sie ganz.
Die offizineilen Oleaceen gehören in folgende Tribus:
TRIBUS I. Fraxineae Bartl. Die FlUgelfrttchte springen nicht auf. Samenanlagen gepaart, anatrop,die Rhaphe nach aussen.
1. Fraxinus Ornus Linn.
TRIBUS II. Oleineae Bartl. Die Steinfrüchte oder Beeren springen nicht auf. Samenanlagengepaart, anatrop, die Rhaphe nach innen.
2. Olea europaea Linn.