Druckschrift 
1 (1893) Die Sympetalen
Entstehung
Seite
8
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

8

Erklärung der

Fig. A. Spitze eines blühenden Stengels, natürliche Grösse.

Fig. B. Hüllkelch von unten gesehen, 3 mal vergrössert.

Fig. C. Ein Blüthenköpfchen im Längsschnitte, 3mal ver-grössert: a. der gemeinschaftliche Blüthenboden;b. der Hüllkelch; c. weibliche Strahlenblüthen;d. zwittrige Scheibenbliithen.

Fig. JD. Der kegelförmige, nackte, gemeinschaftliche Blü-thenboden, 3 mal vergrössert.

Fig. JE. Eine Strahlenbliithe, 5 mal vergrössert: e. der Frucht-knoten; g. die Blumenkrone; l. der Griffel.

Fig. F. G. Scheibenblüthen, 12mal vergrössert: i. die Staub-beutelröhre; m. die Narben.

Abbildungen.

Fig. H. Eine Scheibenblüthe im Längsschnitte, 15mal ver-grössert: /. die Samenanlage; h. die Staubfäden;k. die Anhängsel der Staubbeutel.

Fig. I. Die Staubbeutelröhre aufgeschnitten und ausge-breitet von innen, 25 mal vergrössert.

Fig. K. Pollenkörner, das obere trocken, die unteren inWasser, 300 mal vergrössert.

Fig. L. Die Frucht, natürliche Grösse.

Fig. M. Dieselbe, 12 mal vergrössert.

Fig. N. Dieselbe im Längsschnitte: n. Fruchtschale ; o. Wür-zelchen; p. Keimblätter.

Fig. O. Dieselbe im Querschnitte.

ARTEMISIA Linn.

Blüthenköpfchen heterogam, nicht strahlend; Randblüthen weiblich, fruchtbar; Mittelblüthen zwittrig,fruchtbar oder unfruchtbar, oder homogam, sämmtliche Bllithen zwittrig und fruchtbar. GemeinschaftlicherHüllkelch eiförmig, oblong oder breitglockig, aus vielen dachziegelig deckenden, wenig- oder mehrreihigen,am Rande häutigen Blättchen aufgebaut, die äusseren kleiner. Gemeinschaftlicher Blüthenboden flachgewölbt oder halbkuglig, nackt oder behaart. Blumenkrone der Kandbliithen röhrenförmig, dünn, kurzzwei- bis dreispaltig, Mittelblüthen am Grunde röhrenförmig, oben mehr oder wenig glockig, oder keulen-förmig, kurz fünfspaltig. Staubbeutel am Grunde stumpf. Narbenschenkel der Zwitterblütken an der oftverbreiterten Spitze gestutzt mit einem Barte von Fegehaaren. Früchte drehrund oder zusammengedrückt,zweirippig oder schwach gestreift, gerade oder gekrümmt, an der Spitze gestutzt, ohne Pappus oder voneinem kurzen Ringe gekrönt. Kräuter oder Halbsträucher, nicht selten grau behaart, stark riechend.Blüthenköpfchen klein, aufrecht oder hängend, selten grösser, traubig oder rispig oder geknäult, nichtdoldentraubig. Blumenkronen gelb oder bleich. Früchte kahl oder behaart.

150200 Arten in der nördlich gemässigten Zone beider Hemisphären, besonders in den Steppen ver-breitet; 34 Arten im aussertropischen Süd-Amerika und auf den Sandwich-Inseln.

Artemisia Absinthium L.

Tafel 3.

Ausdauernd, Blätter der Grundrosette des ersten Jahres langgestielt, dreifach fiedertheilig, mit schmal-lanzettlichen Zipfeln, seidenhaarig; Bllithenstand rispig; Blüthenköpfchen heterogam, Blüthenboden behaart;Randblüthen röhrenförmig, weiblich, Blumenkrone kurz dreitheilig; Frucht schwach gestreift.

Artemisia Absinthium L. Spec. plant, cd. I. 848; Plenck, Icon. 608; Svensk Bot. II. 106 ; Engl. Bot.XVIII. t. 1230; Hayne, Arzneipfl. II. t. 11; Flor. Dan. X. t. 1654; Nees, Diisseld.. t. 235; Woodv. Med.Bot. I. t. 22; Guimp. et Schlecht. II. t. 197; Kth. Off. 271; DC. Prodr. VI. 125; Baxt. Br. Bot. V. 339;Dietr. Fl. Bor. IX. t.633; Steph. and Church. Med.pl. t. 58. ßg. 2; Syme, Engl. Bot. V. t. 731; llchb.Fl. Germ, t. 1029; Bentl. and Trim. Med. pl. t. 156; Berg u. Schmidt, Darst. u. Beschr. t. XXII b ; Köhler,Mcdizinalpß. t. 68; Koch, Syn. 365 und viele andere deutsche Floren; Ledeb. Fl. Boss. II. 598 ; Godr. et Gren.Fl. de Fr. II. 126; Willk. et Lange, Fl. Hisp. II. 68; Bert. Fl. Ital. IX. 123; Boiss. Fl. or. III. 373;Hook.ßl. Fl. Br. Ind. III. 328; Asa Gr. Syn. Fl. North Am. I (2). 370; Flück. Pharmacogn. 647.

Wermut, TVermte, Wurmkraut, Else, Grabekraut, bitterer Beifuss; französisch: Absinthe commune,grande absinthe; englisch: Wo?-mwood.