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1 (1893) Die Sympetalen
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Erklärung der Abbildungen.

Fig. A. Bliithenstand, Naturgrüsse.

Fig. Ii. Wurzelblatt in halber Naturgrüsse.

Fig. C. Blüthenköpfchen, Längsschnitt : a. Gemeinschaft-licher Blüthenboden; 5. Hüllkelch; a. Strahlen-blüthen; <1. Scheibenbliithen.

Fig. D. Strahlenblüthe, fast 2-fach vergrössert: c. Frucht-knoten ; /. Pappus; g. Kronenröhre; k. Narben.Scheibenbliithe, fast 3-fach vergrössert: e, f, g, kwie bei voriger.

Scheibenbliithe, Längsschnitt ungefähr 4-fach ver-grössert : e, f, g, k wie bei voriger; h. Staubge-fässe; i. Griffel.

Fig. E.Fig. F.

Fig. G.

Fig. ILFig. I.Fig. K.Fig. L.

Fig. 31.Fig. N.Fig. O.

Fig. P.Fig. Q.

Staubgefässröhre, c. 8-fach vergrössert.

Einzelnes Staubgefäss, c. 8-facli vergrössert.Pollenkörner trocken.

Dieselben im Wasser.

Oberes Ende des Griffels mit den Narben, 6-fachvergrössert.

Frucht, natürl. Grösse.

Dieselbe, reichlich 3-fach vergrössert.

Dieselbe, Längsschnitt parallel den Keimblättern n;m. das Würzelchen.

Dieselbe, Längsschnitt senkrecht auf die Keimblätter.Dieselbe, Querschnitt.

MATRICARIA Linn.

Blüthenköpfchen heterogam, strahlend, Strahlenblüthen weiblich meist fruchtbar, einreihig; Mittel-bltithen zwittrig, sehr viele. Gemeinschaftlicher Hüllkelch halbkugelig, aus wenigreihigen, dachziegeligdeckenden, häutig gerandeten Blättern zusammengesetzt, die äusseren kürzer. Gemeinschaftlicher Blüthen-boden nackt, kegelförmig, oft hohl. Randblüthen zungenfürmig, fast ganzrandig; Mittelblttthen regelmässig,vier- oder ftinfzähnig, röhrenförmig. Staubbeutel am Grunde stumpf; Narbenschenkel der Zwitterblüthegestutzt, mit einem Barte von Fegehaaren. Frucht oblong, oft gekrümmt, gestutzt, auf der Innenseite mit35 mehr oder weniger vorspringenden Rippen, Pappus fehlend oder ein Krönchen darstellend. Ein-jährige oder ausdauernde Kräuter von zuweilen starkem Gerüche. Blätter Spiral gestellt, fiedertheilig mitlinealen Abschnitten. Blüthenköpfchen einzeln am Ende der Zweige, gestielt, meist doldentraubig ver-einigt. Strahlenblüthen weiss, Mittelblüthen gelb. Früchte kahl, glatt und quer gerunzelt, zuweilen drüsig.

Ungefähr 20 Arten, von denen die Hälfte in der nördlich gemässigten Zone der alten Welt, einigevon ihnen auch in Amerika und in den übrigen Theilen der Erde verwildert, die andere Hälfte in Süd-Afrika.

Matricaria Chamomilla L.

Tafel 2.

Stengel aufrecht, Aste doldentraubig; Blätter doppelt fiederspaltig mit linealen, stachelspitzigen Fieder-abschnitten, wie der Stengel kahl; Blätter des gemeinschaftlichen Hüllkelches oblong, stumpf, am Randeweisshäutig; Strahlenblüthen dreimal länger als der Hüllkelch; Früchte meist ohne Pappus.

Matricaria Chamomilla L. Spec. pl. ed. I. 891; Allione, Fl. Pedem. I. t. 102; Drev. Bild. IV. 124;Svensk Bot. I. 50; Plenck, Icon. 617; Engl. Bot. XVIII. 1232; Hayne, Arzneigew. I. 3; Schkuhr, Handb.III. 253 h ; Curt. Fl. Lond. I. 142; Nees, Diisseld. l'fl. t. 241; Fl. Dan. X. t. 1764; Guimp. et Schlecht.II. t. 122; Kth. Offiz. 266; Baxt. Br. Bot. V. 355; Reichb. Fl. Germ. XVI. t. 997; Koch, Syn. 377 undviele deutsche Floren; Syme, Engl. Bot. V. t. 719; Bentl. and Trim. Med. pl. t. 155; Berg u. Schmidt, Darst.u. Beschr. XXIII 1 . Köhler, Mediz. Pf. t. 64; Godron et Gren. Fl. de Fr. II. 148; Ledeb. Fl. Ross. II.545; Bert. Fl. Ital. IX. 350; Willk. et Lange, Fl. Ilisp. II. 92; Boiss. Fl. orient. III. 323; Hook.fil. Fl.Br. Ind. III. 315; Asa Gr. Syn. Fl. North Am. I (2). 364; Flück. and Hanb. Pliarmacogr. 345; FlUck.Pharmacogn. 785.

Chrysanthemum Chamomilla Patze, Elkan et Meyer, Fl. Prov. Preuss. 135.

Chamomilla ofßcinalis C. Koch in Linnaea XVII. 45.

Kamille, Cliamille, Mägdeblumen; französisch: Camomille d'Allemagne; englisch. German camomile.