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INITLA Linn.
Köpfchen heterogam, gewöhnlich mit Strahlenblüthen versehen, die Mittelbliithen zwittrig, jeneweiblich. Hüllkelch halbkugelig oder glockenförmig mit mehrreihigen, dachig deckenden Blättern.Gemeinschaftlicher Blüthenboden flach oder convex, kahl, oft etwas wabig vertieft. Strahlenblüthenzungenförmig, dreizähnig, gewöhnlich verlängert; Randblüthen röhrenförmig, kurz fünfzähnig. Staub-beutel pfeilförmig, mit langen, getrennten, haarförmigen oder verästelten Schwänzen, an der Spitze miteinem blattartigen Anhängsel. Griffeläste lineal, leicht zusammengedrückt, oben etwas breiter, stumpf.Früchte rundlich mit 4—5, mehr oder weniger oder kaum vortretenden Rippen. Federkrone kaarförmig,1—oo-reihig, Strahlen oft rauh. — Ausdauernde Kräuter, meist mit mehr oder weniger reichlicher, oftzottiger und drüsiger Bekleidung. Blätter ganz, spiralgestellt, selten zu einer bodenständigen Grund-rosette zusammengedrängt. Köpfchen einzeln oder häufiger zu rispigen Blüthenständen vereint. Bltithenfast stets gelb.
Ungefähr 60 Arten in der alten Welt.
Inula Helenium L.
Tafel 1.
Stengel aufrecht; Blätter eiförmig oder oblong-eiförmig, gestielt, die oberen sitzend, unregelmässiggezähnt, unterseits weiss-filzig, oberseits von einfachen angedrückten Haaren rauh; Köpfchen in end-ständigen, armblüthigen und dann einfachen, oder mehrblüthigen und dann zusammengesetzten Trauben,gross, die endständigen lang gestielt, die seitenständigen sitzend oder kurz gestielt; Strahlenblüthen ver-längert, den Griffel weit überragend; Früchte fast stielrund, Rippen nicht hervortretend.
Inula Helenium Linn. Spec. pl. ed. I. 881; Gärtn. Carp. II. t. 170; Hayne, Arzneigew. VI. t. 45;Lam. Encycl. t. 680; Nees, Düsseid. Pß. t. 240; Guimp. und Schlecht. II. t. 191; TVoodv. Med. f. 26; Fl.Dan. V. t. 728; Svensk Bot. I. t. 57; Plenck Icon. t. 624; Engl. Bot. t. 1546; DC. Prodr. V. 463; Koch,Syn. 358 und viele andere deutsche Floren; Syme, Engl. Bot. V. t. 766 ; Steph. and Church. Med. pl. t. 49;Reichb. Fl. Genn. XVI. t. 021; Bentl. and Trim. t. 150; Köhler, Mediz. Pf. II. t. 90; Berg u. Schmidt,Darst. u. Beschr. t. XXIf ; Led. Fl. Boss. II. 500; Bert. Fl. Ital. 267; Godr. et Gren. Flore de Fr. II.173; Willk. et Lange, Fl. Hisp. II. 46; Boiss. Flor. or. III. 186; Franch. et Sav. Flor. Jap. I. 230; AsaGr. Syn. Fl. North Am. I (2). 236; Fliick. and Hanb. Pharmacogr. 340; FlücJc. Pharmacogn. 440.
Corvisartia Helenium Mer. PI. Par. ed. II. 261; Gass. E?icycl. X. 572.
Alantwurzel, grosser Alant, Helenakraut, grosser Heinrich, Olat, Oltwurz; französisch: Racine d'aunee;englisch: Elecampane (aus Etiula Campana entstanden).
Die Keimpflanze bildet im ersten Jahre eine wenigblättrige Grundrosette und eine kräftige, senk-recht absteigende, spärlich verästelte, aussen gelblichbraune, innen weisse Pfahlwurzel; erst im zweitenJahre kommt die Pflanze zum Blühen. In den Achseln der Grundblätter bilden sich im ersten JahreSeitensprosse, die im nächsten zu fingerdicken Rhizomen heranwachsen und im folgenden Bliithensprossetreiben. Jene sind im Äusseren den Wurzeln ähnlich, durch die fast stengelumfassenden Ansatzlinien derGrundblätter erscheinen sie geringelt.
Die Wurzel wird schliesslich bis 20 cm lang und nahe den Rhizomen bis 6 cm dick, sie ist verästeltund entwickelt bis 30 cm lange 1,5—2,5 cm im Durchmesser haltende, stielrunde Seitenwurzelu, die sonstauch aus dem Grunde der Rhizomstücke entspringen.
Der Stengel ist aufrecht, kräftig, kantig, unten rauhhaarig und schärflich, oben weissfilzig undweich, gewöhnlich ästig, die Äste sind aufstrebend, seine Höhe beträgt 1—1,5, selten bis 2 m.