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1 (1814)
Entstehung
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505
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Brechwurzel. 505

kommt dadurch ein wurmförmiges Aussehen.Sie hat roh einen schwach ekelhaften Geruch; ge-stofsen ist sie scharf und etwas betäubend. ImBruche hat sie etwas hornartig glänzendes, undin der Mitte einen weifsen Kern. Jenes ist dieRinde, diefs da-s Mark; ein Zeichen der ächtenWurzel. Die Rinde hat einen bitterlich scharfen,die markigte Faser keinen bestimmten, sondernblofs einen faden, schleimichtholzigten Geschmack.In der Rinde befinden sich eigentlich die wirksa-men Theile, die in einem iliichtigen Princip be-stehen, welches leicht durch Kochen, oder selbstdurch Pulvern verloren geht. Man giebt sie des-halb nur frisch gepulvert, am liebsten in Pul-verform; nach Hildebrand aber auch in Pillen.Sie dient als Brech - und auch als Aullösemittel.Zum Auflösen mul's man nur ganz geringe Gabengeben, oder die brechenerregende Kraft der Ipe-kakoanna durch Abkochung oder durch andereMittel zu schwächen suchen. Unter die letzterngehört China und Mohnsaft. Auch zum Brechenkann man kleinere und gröfsere Gaben der lpe-kakoanna geben. Man kann für Erwachsene 20bis 50 Grane, aber auch eben so gut 8 bis 10Gran in Pulver geben. Zum Aufgui's und Absudmufs man mehr nehmen, und doch wirken beydenicht so leicht und sicher, als das frische Pulver.Gewöhnlich verbinde ich Ruhrwurzel und Brech-weinstein mit einander. Vorzüge hat sie im All-gemeinen vor dem Brechweinstein in so ferne,als sie erstlich weit sicherer und weniger angrei-fend Erbrechen macht, als jener, da der Brech-weinstein öfters nach unten zu durchschlägt; weilman zweytens abgemessenere Dosen, als beim

Brech-