Jalappe*
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nicht zu reizbar, die Säfte nicht zu scharf undfaulicht, und keine bedeutenden Verstopfungen inden Eingeweiden zugegen seyn Sonst könnte dieJalappe leicht allzu starkes Purgiren, Ent-ziindung,Krämpfe, Zerreissung der Gefäfse nach sich ziehen.
4 ) Englische Krankheit und A t r o p Ii i e.Ich verbinde hier die beyden Krankheiten miteinander, nicht, weil sie einerley sind, sondernweil sie oft beyde aus einer Quelle abstammen,aus Verschleimung und Verstopfung der Drüsenim Unterleibe. Meist äufsern sie sich im zwei-ten, dritten Jahre, und sind hennbar an demaufgelaufenen, harten, mit Knoten, oder Schleimvollgepfropften Leibe, einem grüngelben, aufge-dunsenem Gesichte, Trägheit des Stuhles, oderwäfs-richtem Durchfalle, verstärktem Appetit oder Heifs-Jiunger nach ßrod, Mehlspeisen etc. Die Jalappezeigt sich in diesen Umständen sehr hülfreich,zumal wenn schon einige Zeit vorher andere auf-lösende Mittel, Seife, Rhabarber, bittere Extraktou. dergl. gebraucht sind. Schon der grofse Prak-tiker W. Wedel sagt, dafs Kindern die Jalappe'vorzüglich wohl bekomme. Man könne ihnenverhältriil'smälsig stärkere Gaben reichen, als Er-wachsenen; sie schliefen meist ruhig darauf ein,ehe sich ihre purgirende Eigenschaft äufsere.Hufeland bestätigt die gute Wirkung der Ja-lappe bey Kindern, die ich schon lange aus Er-fahrung gekannt habe. Ich gebe atrophischen undrhachitischen Kindern öfters die RosensteinischeMischung, aus Galle und Seife, mit Jalappe ver-setzt. Ich habe oft dadurch eine unbändige MengeSchleim ganz blande abgehen und die Kinder aufsschönste dabey zunehmen sehen,
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