Druckschrift 
1 (1814)
Entstehung
Seite
489
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Bilsenkraut.

48<)

6) In chronischen Nervenkrankhei-ten nutzt das Bilsenkraut am meisten, wenn <lieKrankheit von zu grofser Beweglichkeit und Em»pfirtdlichkeit der Nerven, verbunden mit grofserReizbarkeit der Muskeln, entstanden ist. Denje-nigen Nervenkranken, welche nur nicht zu vielesBlut, nicht allzu viel Energie im Nervensystem,viel Ton in den Muskeln, aber auch keinen wahr-haft und eigentlichen schwachen Korper besitzen,bekommt es am besten. Daher nutzt es in Me-lancholie und Manie , der Starrsucht, hysterischerEntzückung , überhaupt in allen den Nerven -Krankheiten, wo die Nerven heftiger wirken, alssie sollten, zumal wenn der Unterleib, oder dieGebärmutter mit Antheil nimmt und die Krank-heit noch neu ist. Unter den Beobachtungen desFreiherrn von Stork sind einige der Art, dieäulserst interessant sind. Auch L entin undStarke sind demselben gewogen. Gredingsund Oberteuffers Widersprüche dürfen nichtabschrecken. Zwar wirkt das Bilsenkraut nichtimmer auf die nächste, reizende Ursache der Ner-venkrankheit , die oft so verborgen liegt. Aberes hemmt doch den E\cefs der Zufälle, es beru-higt, und verschafft, ^heilenden Naturkräften (dieBrown ohne Grund läugnet) Zeit, sich su sam-meln. Und das ist schon viel werth. Wir kön-nen ja so bey vielen Nerven - Krankheiten nichtanders, als nur negativ Kuriren! Folgendes istYogiers Mischung» die einfach und wirksamist:

Sacchari lactis dr sex.

Maguesiae dr. uiv

FI<*