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1 (1814)
Entstehung
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472
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He'Ieborus niger.

borus ( H. fetidus L. ) und andere, welche Ver-wechselung doch von keiner Bedeutung ist, undwahrscheinlich schon bey den Alten statt fand.Unsere wahre schwarze Niefswurzel wächst aufden östereichischen , italienischen und Schweizer-alpen , auf den Apeninen, Pyrenäen, im südlichenFrankreich u. s. w. Sie bildet einen nicht gargrofsen, rundlichen, schwarzbraunen, gestreiftenKnopf, aus welchem I;urze, glatte, gegliederteWurzeläste nach allen Seiten ausgehen. DieseWurzelzasern sind ziemlich lan°e und bald diin-

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ner, bald dicker, die dicksten wie Strohhalme.Im Trocknen werden sie dünner, kürzer undbrüchig. Frisch hat die Wurzel ein lichtbraunes,getrocknet ein schwarzbraunes Ansehen. Ihr Ge-ruch ist unbedeutend , etwas widrig und wiirzhaft.Der Geschmack derselben ist anfangs unbedeutend,etwas widrig; nach und nach wird er stärker,wärmend und bitter. Auch kam es mir vor,als ob etwas zusammenziehendes wahrgenommenwerden könne. Die feinern Fasern des Wurzel-kopfes ( Fibrae raii. hellebori) schmecken schärfer-und sind wirksamer, als der Knollen der Wurzelselbst.

Die Wirkung der schwarzen Niefswurzel gehtfast allein auf den Unterleib; fast scheint sie spe-cifisch dahin zu wirken. Sie reizt die Nerven,fördert den Blutumlauf in demselben, wärmt inkleinern Gaben; in grölsern reizt sie den Magenund Darmkanal so heftig, dals Laxiren und auchwohl Brechen erfolgt. Die vorzüglichsten Gegen-anzeigen sind: grofse Reizbarkeit, betrachtlicheFieberbewegung, hartnäckigte, alte Verhärtungen

und