Siifsholz.
riecht man schon, wenn ich so sagen darf. Aus-wendig sieht sie schwarzbraun, inwendig schöngelb. Sie ist erweichend, einwickelnd, nährend,nur sehr wenig -stärkend und auflösend. Manbraucht sie vornehmlich:
1) in Brustkrankheiten, wo viel krank-hafter, entzündlicher Reiz abzustumpfen, Erre-gung zu mindern, Schmerz zu besänftigen, Hu-sten einzuwickeln ist. Diefs findet vornehmlichLey Lungenentzündung statt. Das Siifsholz kannman von Anfang bis zu Ende der Krankheit brau-chen; anfangs mit Wollblumen und Klatschrosen,weiterhin mit Hollunderblüten, Chamillen, Anisetc., gan^ am Ende mit Wolverlei u. dergl.
2) Key allen innern Entzündungenläfst man lauwarme Tisanen aus Sül'sholz trinken,sie mögen eine Stelle einnehmen, welche sie wol-len. Man ändert nach dieser nur die Menge,die Temperatur und die Zusätze des Mittels. Jievder Enteritis kann man sie etwas wärmer undhäufiger als gewöhnlich trinken lassen, bey derGastritis mischt man arabisches Gummi, Hirsch-horn u. dergl. zu, bey der Nephritis Lein- Hanf-Mohnsaamen.
3) Beym Scharlach- und Masern fie-ber sind die Tisanen aus Siifsholz und Hollun-derblüten meist nothwendig wegen der sympto-matischen Bräune und des Hustens der beydeFieber gewöhnlich begleitet.
4) Eben so nützlich ist der Siifsholztrank beyarthritischen, rheumatischen, veneri-schen und chronischen A u s s c h 1 a g s Ii r a r. li-tte i ten. Überall giebt es ein gutes Unterstiiz-
zungs-