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1 (1814)
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200 Bardana, Kleftenwurzel.

Bardana. Arctium Lappa L. Klettenvvurzel.

Dies ist ein einheimisches, fast an jedem dürrenWege wild wachsendes Gewächs. Die Wurzel istdas, was wir brauchen; sie ist lang, gerade, undmitunter ziemlich stark, auswendig schwarz, in-wendig weifs und saftig. Sie hat keinen Geruch,und einen nicht unangenehmen bittersüfsen,schleim reichen Geschmack. Alte Wurzeln taugennichts; sie sind holzicht, hohl und unwirksam.Die Kraft deV Klettenwurzel ist in den neuern Zei-ten wieder bestätigt worden. Sie reizt, löset aufin beträchtlichem Grade, verdünnt die Säfte, bes-sert die Lymphe und treibt auf Schweifs und Harn,auch wenn man den Absud nicht warm zu sichnimmt. In folgenden Krankheiten leisten sie sehrgute Dienste:

1) In rheumatischen und gichtischenBeschwerden. JVTan kann sie in jedem Zeitpunkteder Krankheit brauchen. Ich wiifste auch weiterkeine Einschränkung dabei zu machen, als dafsman in hitzigen Rheumatismen nur einen dünnenund kalten Absud brauchen lälst, welchem manSalpeter beymischt, oder eine Molke an die Seitesetzt. Gewöhnlich läfst man eine Unze nicht zujunger getrockneter Wurzeln in einem Maa§ Was-ser halb einkochen. In podagrischen Beschwer-den läfst man diefs ßekokt koncentrirter machenund warm brauchen, weil es dann kräftiger aufden Schweifs wirkt. Auch in chronischen kaltenRheumatismen kann man es stärker machen las-sen, wo man denn vorzüglich in derjenigen Gat-tung