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Valeriana. Baldrian.
theile enthält, diese auch alle im Wasser auflÖslichsind, so ist das Dekokt vorzuziehen, das man mög-lichst concentrirt machen läfst. Mit metallischenPräparaten darf man sie so wenig als mit ätzendenAlkalien vermischen, weil beide ihre Mischung ver-ändern. Aus derselben Ursache ist der Vorschlag,einen Aüfgufs derselben mit Kalk wasser zu bereiten,nicht anwendbar.
Xufser.li.ch könnte sie als Injection gegen die-selben Krankheiten mit Nutzen angewandt werden,doch sind mir noch keine Fälle bekannt, wo diesesbereits geschehen %vare. ]
Valeriana. Valeriana officinalis L. Baldrian.
Diese ausgezeichnet wirksame, vortreffliche Pflanzefindet sich, in hinreichender Menge an vielen OrtenDeutschlands. Der Bergbaldrian ist der vorzüg-lichste. Die Abart, welche auf feuchten, sumpfich-ten Gegenden, fetten Gründen, Wiesen wächst, istansehnlicher von Gestalt, aber weniger reich an me-dicinischem Gehalte. Die Alpengattung (Valerianaceltica L.) soll noch würzhafter seyn, als unser ge-wöhnlicher kleiner Baldrian. Wir können mit die-sem letzten zufrieden seyn, da wir an ihm schonein vorzügliches Geschenk der Vorsehung besitzen.Seile empfiehlt die kleinblättrige englische Varietät,Lentin den grofsen Baldrian (Valeriana major);beide stehen der deutschen olficinellen Species gewifsnicht vor. Die Wurzeln dieser letzten (denn nurTon dieser soll die Rede seyn!) sind von der Dicke
eines