Bärentraube,
traute bei Steinheichwerden sehr luilfreicfi, andere,worunter auch Hufeland, ganz; unwirksam Linden.
Mit mehrerem glücklichen Erfolge ist sie dage-gen in verschiedenen andern Krankheiten der Urin-werkzeuge, denen Erschlaffung und Schwache der-selben zum Grunde liegt, gebraucht worden; vor-züglich bei Lähmungen derselben, und daher rüh-render Verhaltung, schmerzhaftem, oder umviH-hühriichem Abgänge des Urins, bei chronischen,asthenischen Entzündungen, Geschwüren der Nierenund der Harnblase, Blut - und Schleimflüssen der-selben. Nur inufs man da vorsichtig mit diesemMittel umgehen, wo grolse Empfindlichkeit, wahreEntzündung, oder ein krampfhafter Zustand in die-sen Theilen statt findet, wo sie dann nur die Span-nung, den Krampf und die Schmerzen vermehrt, jazuweilen, wo sie schon verschwunden zu sevn schie-nen, wieder zurückruft.
Auch in Krankheiten der benachbarten Wege,besonders im Fluor albus, und gegen habituelle, ent-kräftende Pollutionen, ist sie empfohlen, und viel-fältig mit Nutzen angewandt worden. Weniger gün-stige Resultate lieferten die Erfahrungen über ihrenGebrauch in eiternder und schleimiger Lungen-schwindsucht, und andern Krankheiten der Respi-rationswerkzeuge, in denen überhaupt die adstrin-girenden Mittel nur selten anwendbar sind.
Wo man die Bärentraube giebt, selbst wennman sie nur als Eulliativmittel betrachtet, mufs esanhaltend und in den möglichst gröfsten Dosen ge-schehen. Man bann sie in Pulverform, für sich al-lein oder mit andern schicklichen Mitteln verbun-den, zu fünfzehn Gran bis zu einer Drachme aufeinmal, geben. Da sie aber keinedlüchtigen Bestand-_ theile