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sie zwar sehr ähnlich sind, sirli aber dadurch , dafssie auf der Rückseite glatt, netzförmig geädert undohne Punkte, die Mehlbeerblätter hingegen auf derRüchseite ohne dieses adrige Gewebe, dafür aber mitPunkten bezeichnet sind, hinlänglich von ihnen un-terscheiden. Sie besitzen keinen Geruch, aber einenbittern, zusammenziehenden Geschmack. Nebenden allgemeinen Eigenschaften der adstringirendenArzneimittel, hat sie eine spezifische Wirksamkeitauf die Urinwege, und ist deswegen in verschiedenenKrankheiten derselben, bei welchen Erschlaffungund verminderte Thätigheit statt findet, mit Nutzengebraucht worden. Schon den Alten war sie in die-ser Rücksicht nicht unbekannt. In neuem Zeiten istsie aber in Deutschland vorzüglich von de Ilaeriund Murray zuerst wieder empfohlen worden.Seitdem ist sie von vielen Ärzten in und au&erDeutschland angewandt, und oft zu sehr gelobt, oftauch wieder zu unbillig ganz verworfen wordenDie Wahrheit ist, dafs man wohl zuweilen zu vielvon ihr verlangte, was sie unmöglich leisten konnte,dafs man ihr aber deswegen ihren wahren "Nutzenheinesweges abläugnen darf. So war es ohne Zwei-fel etwas übertrieben, wenn man in ihr ein allge-meines steinauflösendes Mittel zu finden glaubte, dasie doch nur dann die Steinerzeugung in den Urin-wegen hindern kann, wenn diese in Erschlaffungund übermäfsiger Schleimabsonderung dieser Theileihren Grund hat; nie aber diese Krankheit radicalzu heilen vermag, wenn eine allgemeine Anlage dazuim Körper statt findet, und noch weniger die Eigen-schaft besitzt, schon vorhandene Steine aufzulösen.Daher lassen sich die verschiedenartigen Erfahrun-gen der Ärzte erklären, von denen einige die Bären-trauba