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2 (1818)
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Rhabarber.

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halten und gepriefsen wurde, und jetzt fast ganz au-fser Umlauf gekommen ist. Man scheint durch denhäufigen Gebrauch der vorigen Zeit die Rhabarbergenauer gekannt und durch Vernachlässigung sie inder jetzigen mehr vergessen zu haben. Ich halte dieRhabarber noch immer für eins der besten Abfüh-rungsmittel, ja für einzig in seiner Art und in sei-nem Falle. Die Rhabarber erschlafft und schwächtnicht, wie die Manna-, die Tamarinden und Salze,sie kältet nicht so, wie die beiden letztefn, blähtnicht, wie das erstere Mittel, sie macht nicht so vielLeibwehe als die Sennesblätter, sie wirkt nicht sostürmisch wie die Jalappe, sie hitzt nicht so sehr, alsdie Aloe. Im Grade der Reizung scheint sie zunächstnach den beiden letzten Mitteln zu kommen. Bei-den steht sie in Rücksicht auf die Schnelligkeit undVehemenz nach, sie wirkt im Ganzen langsam; bei-de scheinen eher positiv zu reizen und zu liitzen,die Rhabarber mehr negativ, wenn ich so sagen darf,sie saugt die Feuchtigkeiten im Darmkanale ein, hältdadurch an, stopft, hitzt und reizt vornehmlich da-durch. F e r n e 1 gab meistens, wie S t o 11 erzählt,Violensaft in Wasser, wenn er mit Rhabarber ab-führen liefs. Vielleicht wollte er die hitzende, trock-nende Eigenschaft derselben dadurch vermindern.

Diejenigen Korper, für welche sich die Rhabar-ber am besten schickt, sind die von fetter, schwam-michter, wäl'sricht aufgedunsener, phlegmatischer,doch aber eben nicht reizloser Konstitution. Sienutzt bei Schleimansammlung im Darmkanale vonErschlaffung, zu geringer Reizbarkeit, träger Circu-lation, wenn der Unterleib aufgetrieben, aber nichthart und schmerzhaft ist, bei schleimichtem Ge-schmack und trübem molkichten Harne. Deshalb

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