33^. Rhabarbarum.
Grä'nze, sondern auch nochmals in Petersburg vonSachverständigen untersucht, und was man schlechtbefindet, zurückgegeben oder verbrannt wird. Einegute Rhabarber mufs trocken, mäfsig schwer, vonetwas schwammiger Beschaffenheit, doch dabei fest,aber nicht steinhart , innwendig nicht schwarz,schimmlig oder wurmstichig seyn, durch KaliauflÖ-sung sogleich rothbraun werden, keine künstlich aus-gefüllten Löcher zeigen, auch nicht die Farbe beimReiben andern, und beim Kauen nicht schleimigtider klebrig werden. Die einheimische Rhabarberunterscheidet sich Von der chinesischen durch ihrgeringeres specifisches Gewicht, ihr schwammigeresGewebe, ihre weniger glatte Oberfläche, ihren weitmehr bitteren aber weniger zusammenziehenden Ge-schmack und gröfseren Gehalt an Schleim, übri-gens zeigt sie dieselben Bestandteile und Eigenschaf-ten , wie die achte Rhabarber, nur in weit geringe-rem Grade.
Die Rhabarber ist ein Arzneimittel, welches zu-vörderst auf die ersten Wege wirkt, sie reizt undaustrocknet, eben deshalb aber auch gewissermafsenwidersprechend in seinen Wirkungen ist; da sie ingröfseren Gaben die Sekretion des Darmkanals beför-dert, in kleineren aber ihn nur reizt und stärkt.Man kann daher sagen, die Rhabarber führe ab undhalte an, wie man es nimmt. Es giebt daher fastkein Arzneimittel, welches mit solcher Auswahl .ge-geben werden mufs, wo man so unverwandt die
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subjektive Eigenschaft des Mittels mit der objektivendes Individuums vor Augen haben müfs, als ebendie Rhabarber. Daher mag es wohl gröl'stentheilsgekommen seyn, dafs sie vor einiger Zeit von denmeisten Ärzten gleichsam für ein Universalmittel ge-
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