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2 (1818)
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206
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Opium.

dem Priapismus Ähnliches hervorbringe, und die inFeldschlachten gebliebenen Ottomanen, welche kurzvorher Opium genommen hätten, würden meistensmit-aufgerichteten Geschlechtstheilen gefunden. An-dere Schriftsteller erzählen viel von den sonderbarenErscheinungen, welche man bei den sogenanntenOpiumessern gewahr wird. Ähnlich diesen kannjeder leicht Gelegenheit haben, bei Leuten mit leb-hafter Phantasie und reizbarem Körper nach kleinenGaben Mohnsaft eine Art von Lustigkeit zji sehen,die nahe an Verrücktheit gränzt, und sich gleich-sam mit einem Ei wachen aus diesem siifsen Trau-me endigt

Alles dieses gilt nur vom Molinsafte in kleinenGaben genommen. Mohnsaft in kleinen Gaben,dafs ichs mit andern Worten noch einmal sage,macht ein erwärmendes, aufheiterndes Gefühl, einegewisse Exaltation durch den ganzen Körper, be-sonders aber Kongestion nach dem Kopfe, der Pulswird gröTser, voller und schneller, die Haut wärmer,es entsteht eine vermehrte Hautausdünstung, vorherauch wohl Trockenheit im Halse, Durst, mitunterauch etwas Beklommenheit über die Brust.

Gröfsere Portionen bewirken einen vollen undlangsamen, oft intermittirenden Puls, Trägheit,Schwere in den Gliedern, Dummheit, Betäubungim Kopfe, Abstumpfung, ja gänzlichen Verlust derEmpfindlichkeit, und damit zugleich auch Minde-rung, und wohl gänzliches Schwinden der vorhan-denen Schmerzen, Schlaf, der aber oft unruhigund mit vielen ängstlichen Träumen verbunden ist,und nach demselben Schwäche, Erschlaffung, Zer-schlagenheit. Bei manchen Menschen entsteht an-ststf des Schlafes nur ein halbbetäubter Zustand,

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