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1 (1847)
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ELECTUARIUM E SENNA.

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mehr vor. Das schwarze Elaterium, E.nigrum, bereitet man , indem der aus-gedrückte Saft über gelindem Feuer zum Extracte eingekocht wird. Es bildeteine trockne, dunkelgrüne, auf dem Bruche etwas glänzende Masse, die sich inWeingeist und Wasser mit röthlicher Farbe auflöst und einen bitterlichen wider-lichen Geschmack besitzt. Nach Dr. Paris (Trommsd. N. J. VI. 1. S. 3ö0; Buchn.Report. XIII. S. 271) besteht das Elaterium aus: Wasser 4, Extractivstoff 26,Satzmehl 28, Kleber S, einem eigenthümlichen harzigen (Elaterin) und einembittern Stoffe 42, Holzfaser 28. Das Elaterin findet sich blos in dem die Samenumgebenden Safte, und zwar in so geringer Menge, dass 40 Stück Springgur-ken nur 6 Gr. geben, wovon aber schon % Gr. die heftigste purgirende Eigen-schaft äussert. Um das Elaterin darzustellen, werden nach Clamoh Marquakt(Buchn. Repert. 1833. XL VI. S. 8) die im Juli gesammelten fast reifen Spring-gurken ausgepresst, der Saft zum Extracte abgedampft, welches man dann mitAlkohol von 90 Proc. auszieht, diesen abdestillirt und den Rückstand in kochen-des Wasser einrührt, woraus die Elaterinkrystalle mit Chlorophyll umgeben beidem Erkalten ausscheiden. Diese werden von der Flüssigkeit abgesondert, auf einFiltrum gelegt und vom Chlorophyll durch tropfenweis auffallenden Aether befreit.Es bleibt dann ein farbloses, krystallinisches, fast geschmackloses Pulver zurück,welches bei der trocknen Destillation ammoniakhaltige Producte liefert. In Wasserist es unlöslich, in Alkohol leicht löslich, in Aether schwer löslich. Von kaltemTerpenthinöle wird es schwer, von siedendem leicht aufgenommen, ohne dass beimErkalten sich etwas absetzt. Die alkoholische Lösung hat einen ausserordentlichbittern Geschmack. Es ist völlig neutral. Nach Zwenger (Annal. d. Chem.u. Pharm.1842. XLIII.339) erhält man durch Auskochen des Elateriums mit wasserfreiem Wein-geiste und Abdampfen der flltrirten Auflösung bis zur Hälfte ein weisses, etwasgrünlich gefärbtes Pulver, Elaterin, dem durch Auswaschen mit Aether diefärbende Substanz entzogen werden kann. Nach mehrmaligem Umkrystallisirenaus wasserfreiem Weingeiste erhält man das Elaterin in farblosen, glänzenden,sechsseitigen Tafeln. Es ist unlöslich in Wasser, schwerlöslich in Aether, löstsich aber leicht in Weingeist; die Auflösung ist neutral. Es schmilzt bei+ 200° C. = 160° R., wird bei höherer Temperatur zersetzt und entwickeltweisse, etwas stechend riechende Dämpfe, die angezündet mit russender Flammeverbrennen. Seine Zusammensetzung entspricht, wie es scheint, der FormelC 2o H 28 0 5 __ 2194,80; Kohlenstoff 69,17, Wasserstoff 7,97, Sauerstoff 22,86.Hiernach enthält also das reine Elaterin keinen Stickstoff.

Landerer (Buchn. Repert. XLIX. 1834. S. 420} fand die Gegend von Nau-püa sehr reich an Momordica Elaterium; erhielt aber aus 600 aufgeschnittenenFrüchten nur 5 Unzen Saft von ausgezeichneter Bitterkeit, anfangs grünlich undziemlich klar, aber schon nach einer Stunde einen weissgraulichen und zuletztschwärzlichen Absatz bildend, dabei an Bitterkeil verlierend, durch Aufschüttelndes Absatzes aber dieselbe wieder annehmend. Die von dem Absätze abgeson-derte Flüssigkeit setzte bei gelindem Abdampfen und an der Sonne noch drei-mal denselben Stoff ab. In dem Safte wurden gefunden: ein scharfer Stoff vonharziger Natur, welcher Träger einer flüchtigen Säure ist und sich aus demSafte freiwillig absetzt, und ein Stoff von scheinbar alkalischer Natur.

Electuarium e Senna. Sennqlatwerge.

(Electuarium lenitivum. Eröffnende Latwerge.)

Nimm: Gepulverte Sennesblätter vier und eine halbe Unze, Koriandersamen eine halbe Unze.

üullc's preuss. Pharmakopoe. 5. Aufl. ' 40

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