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1 (1847)
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DAMMARUM.

I

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nach löslich. Die Alkohollösungen rötheten Lackmustinktur. Bils (Thommsd. N.J. XX. 1. 37.) fand das spec. Gew. = 4,0417 und 1,0501. 3 Unzen kalter ab-soluter Alkohol lösten aus 100 Gran Harz 82,5, und hinterHessen 17,5 einesweissen Pulvers, heisser Alkohol löste 87,5, und 2 Unzen Aether lösten 96 Proc.auf. Petroleum, Terpenthinöl, Lavendel-, Rosmarin-, Mandel-, Oliven-, Mohn-,Leinöl u. s. w. lösten gleiche Theile Harz auf. Brandes (Archiv XXX. 4.) fanddas von ihm untersuchte Dammarharz von 1,097 bis 1,123 spec. Gew., und inAether und Terpenthinöl beinahe völlig unauflöslich, durch Behandlung mit ab-solutem Alkohol schied er es in zwei Harze: kalter absoluter Alkohol nahm näm-lich daraus 83,1 leicht lösliches Harz von saurer Reaction auf, und aus derheissen Alkohollösung fielen beim Erkalten 16,8, Unterharz, nieder, welchesletztere er Dam mar in nannte. Wasser zog aus dem Dammarharze kaum 0,1Proc. aus, was aus Gummi und Gips bestand. Thomson (Annal. d. Chem. u.Pharm. 1843. XLV1II. 351.) hat das Dammarharz von der in Neuseeland wach-senden Dammara australis untersucht. Dasselbe kommt in faustgrossen Stückenvor von bernsteingelber Farbe, und ist leicht und mit einem gewöhnlichen Harz-geruche schmelzbar. Es wurde zusammengesetzt gefunden aus 75,46 Kohlenstoff,9,76 Wasserstoff und 14,78 Sauerstoff. Die Formel C 40 H 3, O 6 giebt 75,23 Kohlen-stoff, 9,73 Wasserstoff und 15,04 Sauerstoff. Es besteht aus 2 Harzen, von denendas eine in kaltem Alkohol auflöslich ist, Lackmus röthet, sich mit Alkalien ver-einigt, und von Ammoniak aufgelöst wird. Thomson nennt dasselbe Dammar-

säure, welche aus C 40 H 30 O 7 + H bestehen soll, und welche, wenn man ihreLösung in Alkohol mit einer Lösung von Silberoxydammoniak vermischt, ein un-lösliches Silbersalz gab von 14,6 bis 14,75 Proc. Silberoxydgehalt. Das andereHarz nennt er Dammara n. Es ist weiss, in wasserfreiem Alkohol und in Ter-penthinöl auflöslich. Seine Zusammensetzung war die des ganzen Harzes, näm-lich C 40 H 31 O 6 . Unterwirft man das gemengte Harz der trocknen Destillation ingelinder Hitze, so zersetzt es sich in 3 Aeq. Wasser, 3HO, und in ein bern-steingelbes Oel, Dammaröl, C 40 H 28 O 3 . Destillirt man das Harz mit seineröfachen Gewichtsmenge gebrannten Kalks, so entsteht ebenfalls ein bernstein-gelbes Oel, Dammaron, C 38 H 30 O. Berzehus merkt von dieser Arbeit an, dasssie nicht den Stempel grosser Zuverlässigkeit trage.

Zuletzt ist das Dammarharz von meinem Sohne, Dr. Alb. Dulk (Diss. deresinis etc. 1846.) untersucht worden, und zwar wie es gewöhnlich vorkommt,von gelblichweisser Farbe, in kleinen Stücken durchsichtig, auf dem Brucheglänzend, in der ganzen Masse gleichförmig, von kaum wahrnehmbarem Ge-schmacke, und schwachem Harzgeruche, der beim Schmelzen etwas deutlicherhervortritt, spröde, leicht zu pulvern; das Pulver sehr weiss. Es schmilzt bei73° C. Nach dem Verbrennen blieb 0,215 Proc. Asche, in welcher Eisen, Schwe-felsäure, Kalkerde und vorzüglich Kali angezeigt wurden. Alkohol und Aetherlösen das Harz nur zum Theil auf, concentrirte Schwefelsäure, die fetten undätherischen Oele nehmen es ganz auf, wogegen Essigsäure und Salzsäure fastnichts aufnehmen, weder concentrirt, noch verdünnt, weder in der Kälte, nochin der Wärme; die heisse Salzsäure jedoch etwas nach sehr langer Digestion.Salpetersäure verändert das Harz und löst es auf; die Producte fallen verschiedenaus nach dem Grade der Wärme und der Stärke der Säure. Aetzkali und Aetz-ammoniak wirken nicht ein. Bei der Auflösung des gepulverten Harzes in derKälte in englischer Schwefelsäure nimmt diese nach Verhältniss des eingemisch-ten Harzes verschiedene Farben an, so dass sie allmählig aus dem Gelben indas schönste Purpurrolh und zuletzt fast in Schwarz übergeht. Wird diese Auf-lösung in Wasser geschüttet, so Iässt sie grüne Flocken fallen. In der Warme