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1 (1847)
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BALSAMUM C0PA1YAE.

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den Balsam leicht und vollkommen auf. Aether verhält sich eben so. Auchätherische Oele nehmen ihn in allen Verhältnissen auf. Mit den fetten Oelenverbindet er sich gleichfalls in allen Verhältnissen , und diese werden dadurchin Weingeist in bestimmter Menge auflöslich, oder vielmehr der Weingeist wirdvon dem Bals.am aufgelöst; durch mehr Weingeist aber werden sie abgeschieden.Zur Prüfung des Balsams auf beigemischte fette Oele mit Weingeist ist daherwenigstens die achtfache Menge Weingeist von 90° erforderlich, doch zeigt oftunverfälschter Balsam ganz dasselbe Verhalten, von einer in dem Balsam ent-haltenen natürlichen fetten Substanz, nur beträgt dann die ausgeschiedene Massesehr wenig. Dieses schon von Stoltze angegebene Verhalten zeigt sich auchbei vielen, nicht bei allen der jetzt im Handel vorkommenden Sorten dünnflüs-sigen Balsams. Bei der Lösung in absolutem Alkohol bleibt nämlich eine Trü-bung, ohne dass deshalb eine Fälschung anzunehmen ist. Diese Trübung unter-scheidet sich aber von der, welche von fetten Oelen herrührt, leicht dadurch,dass die schwach milchicht getrübte Mischung sofort leichte Flocken abscheidenlässt, die anfangs nach oben schwimmen, später sich am Boden ablagern, im-mer aber nur in geringer Menge, und daselbst mehr und mehr erhärten. Ge-sammelt und mit Alkohol ausgewaschen geben sie nach dem Trocknen eineweissliche, zerreibliche, harzige Substanz, die in Alkohol und Aelher unlöslichist, aber leicht und vollkommen von Petroleum aufgelöst wird, die in der Wärmeleicht schmilzt, zu einer weissgelblichen Harzmasse erstarrt, stärker erhitzt sichentzündet, und mit lichter Flamme und ohne Bückstand verbrennt. Fettes Oellagert sich als solches in der Buhe am Boden ab, was jedoch nicht von demim Weingeiste löslichen Ricinusöle gilt.

Verhalten des Balsams gegen Basen. Tröpfelt man unter beständigem Um-schütteln eine wasserklare, reine Aetzkalilauge, die genau % Kalihydrat enthält,zum Copaivabalsam, so wird das Gemisch schon beim ersten Zusätze opalisi-rend, hellt sich nach Hinzufügung von mehr Aetzkalilauge und bei fortdauern-dem Schütteln immer mehr und mehr auf, wird fast ganz hell, wenn das Ver-hältniss der Aetzlauge ein Viertel des Gewichtes des Copaivabalsams beträgt,und erhält bei % , also dem vierten Theile des Ganzen, die völligste Klarheit,wobei Wärme frei wird. Mehr Aetzlauge macht die Mischung erst trübe, dannmilchig, und je grösser der Zusatz von Aetzlauge, desto schneller scheidet sichdas Ganze in zwei Theile: in eine obere Lage, die ganz das Ansehen des Co-paivabalsams hat, nur etwas dunkler von Farbe ist, und in eine untere, fastfarblose, wässrige Flüssigkeit. Jene obere Lage ist aber nicht, wie man sonstirrig geglaubt hat, reiner Balsam, sondern eine wahre Copaivaseife, ganz über-einstimmend mit der aus 1 Th. Lauge und 3 Th. Balsam erhaltenen klaren Lö-sung, auf der schwereren Aetzlauge sich erhebend. Die Seife hat die Consistenzeines Symps, bleibt bei Zusatz einer sehr geringen Menge Wassers klar, wirdaber durch mehr Wasser milchig und bildet bei starker Verdünnung eine opa-lisirende Flüssigkeit. Die unter Anwendung von Wärme bereitete Seife ist nurwegen des dabei verflüchtigten ätherischen Oeles härter als die vorige. Zersetztman die Seife durch Säure, so wird der Balsam erst nach langer Ruhe wiedervollständig abgeschieden, und zwar in einem etwas veränderten Zustande. DieLösung der Seife in wasserfreiem Weingeiste setzt nach einigen Stunden weisseFlocken ab, in Weingeist von 90 bis 75° ist sie dagegen vollkommen löslich.Eine durch blosses Schütteln des Ricinus - oder eines andern fetten Oeles mitAetzlauge erhaltene Seife ist aber in Weingeist von 75° nicht vollkommen lös-lich, und es giebt dieses Verhalten nach Stoltze ein Prül'ungsmiltel auf die ge-nannten Oele ab. Um jede Beimischung aoh Ricinus- oder einem andern fettenOele zu erkennen, setzt man zum Copaivabalsam so viel von einer reinen Aetz-