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flüchtig, wenn es aber im Focus eines starken Brennglases geschmolzen wird,so verdunstet es, und wenn man eine silberne Scheibe einige Zoll darüber hält,so wird sie von den Dampfen vergoldet. Lässt man eine grössere Masse Goldsich langsam abkühlen, so schiesst das zuerst erstarrte in kurzen vierseitigenPyramiden an. Spec. Gew. zwischen -19,4 und 19,65.
Das Gold hat von allen Metallen die schwächste Verwandschaft zum Sauer-stoffe. Für sich wird es bei keiner Temperatur der Luft oxydirt. Wir kennenbis jetzt mit Sicherheit nur zwei Oxydationsstufen, das Oxydul und das Oxyd.
Ersteres besteht aus 96,13 Gold und 3,87 Sauerstoff und ist Äu — 2586,026.
Das Goldoxyd Au = 2786,026, aus 89,22 Gold und 10,78 Sauerstoff beste-hend , hat sehr wenige Eigenschaften einer Salzbase, vielmehr nähert es sichden Metallsäuren, denn es hat in hohem Grade die Eigenschaft, sich mit denAlkalien zu eigenen, beinahe farblosen Salzen zu verbinden. Will man daherGoldchlorid mit einem Alkali niederschlagen, so muss man weniger hinzusetzen,als zur Sättigung des Chlors nöthig ist. Die Verbindung des Goldoxyds mitdem Ammoniak (das goldsaure Ammoniak) ist unter dem Namen Knallgold,Aurum fulminans, bekannt.
Das eigentliche Auflösungsmittel des Goldes ist das Chlor sowohl als Gasals in flüssiger Form in dem sogenannten Königswasser, und es giebt damitzwei Verbindungen, das Goldchlorür und das Goldchlorid. Aus diesen ausflös-lichen Verbindungen können das Goldoxydul und Goldoxyd dargestellt und auchauf andere Säuren übertragen werden. So ist der sogenannte Cassius's Gold-purpur, Purpura mineraüs, wie aus Figuier's Untersuchungen hervorgeht, neu-trales zinnsaures Goldoxydul, A 2 0 + 3 Sn0 2 + 4 HO.
Von den Legirungen des Goldes ist besonders die mit Kupfer zu beachten.Diese Legirung ist geschmeidig. Das zu gewöhnlichen Zierrathen verarbeiteteGold, welches 23,6 Proc. Kupfer enthält, läuft während des Gebrauchs nichtselten dunkel an und sieht schmuzig aus, welches von der Oxydation des Ku-pfers herrührt. Wenn man es dann mit etwas kaustischem Ammoniak wäscht,so bekommt es die Goldfarbe wieder. Die Juweliere bedienen sich, um denBijouterien aus geringem Golde die schönere gelbe Farbe zu geben, die dasfeine Gold zeigt, wenn es nicht polirt ist, einer Zusammensetzung, die unterdem Namen Farbe bekannt ist und aus etwa 50 Salpeter, 25 Alaun und 35Kochsalz besteht. Casaseca fand ein anderes hierzu bestimmtes Pulver in 20Th. zusammengesetzt aus 2,135 weissem Arsenik, 4,190 Alaun, 13,560 Kochsalz,0,115 Eisenoxyd und Thonerde.
Die Weichheit des Goldes macht, dass es in reinem Zustande nicht zu Mün-zen und zur Goldarbeit angewendet werden kann, sondern man versetzt es, umdenselben eine grössere Festigkeit zu geben, entweder mit Silber oder mit Ku-pfer, oder mit einer Mischung von beiden. Wenn verarbeitetes Gold 'V 24 Silberoder Kupfer enthält, sagt man, dass es 21 Karat Gold halte.
Das Gold wird auf dem Probirsteine mit sogenannten Probirnadeln, wie beimSilber angegeben worden ist, geprüft.
Das Blattgold wird noch bisweilen zum Vergolden der Pillen gebraucht. Inneuern Zeiten ist das Gold von CnRETiES, einem französischen Arzte, im metal-lischen , aber höchst fein zertheilten Zustande sowohl innerlich als äusserlichgegen Syphilis empfohlen worden. Die beste Methode, das Gold zum unfühl-barsten Pulver zu zertheilen, ist die, dass man eine Goldsolution durch Eisen-vitriol fällt, den Niederschlag sorgfältig sammelt, aussüsst und trocknet. In bei-den Formen muss das Gold frei von Kupfer sein, worauf man dasselbe dadurch