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1 (1847)
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ARSENICUM ALBUM.

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Auflösung, sondern bleibt ein weisses Pulver ungelöst, so kann das weisseOxyd allein Antimonoxyd oder ein Gemenge von Antinionoxyd und arsenigerSaure gewesen sein. Um dies zu entscheiden, bringt man das Fluidum auf einkleines, vorher gut ausgewaschenes Filtrum, lässt abtropfen und wascht mitetwas destillirtem Wasser nach. Die abgetropfte Flüssigkeit lässt, wenn derweisse Anflug in der Röhre allein aus Antimonoxyd bestanden hatte, nach demAbdampfen in einem Uhrglase entweder gar keinen Rückstand, oder einen kaumwahrnehmbaren Ring, und mit destillirtem Wasser, Silbersolution und Aetzam-moniak behandelt kann keine gelbe Färbung, d. h. keine Reaction auf Arsenik,hervorgebracht werden, was dagegen ohne alle Schwierigkeit und mit völligerEntschiedenheit gelingt, wenn bei dem Oxydationsprozesse aus dem metallischenAnfluge neben Antimonoxyd auch arsenige Säure gebildet worden war. In bei-den Fällen ist das in Wasser unlösliche Antimonoxyd auf dem Filtrum zurück-geblieben. Um dieses nachzuweisen, erhitzt man in einem Probirgläschen et-was Salzsäure bis zum Kochen und giesst diese auf das vorher noch mit Was-ser ausgewaschene Filtrum; das auf demselben abgelagerte Antimonoxyd wirdvon der kochenden Salzsäure leicht aufgelöst und in der abfiltrirten Flüssigkeitdurch Schwefelwasserstoff leicht nachgewiesen.

In den meisten Fällen, wenn überhaupt die chemische Beschaffenheit desmetallischen Anflugs in der Röhre fraglich sein sollte, wird aber schon folgen-des einfaches Verfahren genügen. Man schmelze die den metallischen Anflugenthaltende Glasröhre an dem ausgezogenen Ende mittelst des Löthrohres zu undtröpfle jetzt rauchende Salpetersäure hinein, so dass der Metallring ganz davonbedeckt wird. Bestand dieser aus Arsen, so löst sich Alles in kurzer Zeit voll-kommen klar auf, und eine solche erhaltene klare Auflösung giebt den vollstän-digen Beweis, dass das in der Röhre angelegte Metall nur Arsen ohne alle Bei-mischung von Antimon war, denn wenn der Anflug Antimon war, oder nebenArsen auch Antimon enthielt, so tritt da, wo die Säure das Metall berührt, einedeutliche Trübung ein, die durch Senkung eines pulverförmigen Niederschlagessich immer weiter nach unten verbreitet, welcher sich endlich in dem unternTheile der Röhre ablagert, so dass die über demselben befindliche Flüssigkeitauch in diesem Falle völlig klar erscheint und arsenige Säure aufgelöst enthält,wenn der Metallring in der Röhre ein Gemenge von Arsen und Antimon gewe-sen war. Die arsenige Säure als solche zu erkennen und noch besonders durchReagentien nachzuweisen , hat nicht die mindeste Schwierigkeit, wenn sie sichin der klaren Auflösung allein befindet, denn sie bleibt ganz rein zurück, wennman die Auflösung in einem Uhrglase bis zur Trockne abdampfen lässt. Wennaber die Auflösung der arsenigen Säure gleichzeitig durch Antimonoxyd getrübtist, so lässt sich aus dem Rückstande von der abgedampften trüben Flüssigkeitdurch Behandeln desselben mit destillirtem Wasser nicht vollständig die arse-nige Säure von dem Antimonoxyde trennen, weil letzteres auf nassem Wegedargestellt nicht ganz unlöslich in Wasser ist; doch lässt sich das bei den aufpyrochemischem Wege dargestellten Oxyden angegebene Verfahren auch hieranwenden.

Die Oxydation des Melallspiegels kann auch sehr gut durch das vom Apo-theker Biscboff empfohlene chlorichtsaure Natron bewirkt werden, welches manfür den Augenblick des Gebrauchs durch Zusammenreiben von Chlorkalk mitkohlensaurem Natron unter Hinzufügung von wenig Wasser bereitet. Diese Salz-lösung nimmt die Arsenflecke auf einer Pozellanplatte augenblicklich hinweg, wennman einen Tropfen davon mit ihnen in Berührung bringt, wogegen Antiiuon-flecke davon nicht angegriffen werden, wenn man sie auch einige Zeit damit inBerührung lässt; sie behalten ihren Umriss und Metallglanz unverändert. Ebenso