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•VCETIM CONCENTRATÜM
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Es werde die Destillation aus einem gläsernen Gefässc bewirkt,bis drei und dreissig Unzen übergegangen sind.
Das Destillat werde mit destillirtem Wasser verdünnt, dass dasspec. Gew. = 1,040 sei, und so, dass eine Unze hinreiche, um dreiDrachmen trocknen reinen kohlensauren Kali's zu neutralisiren, bewahreihn in wohl verstopften Gefässen auf.
Er sei klar, farblos, von Brenzlichem, von Schwefelsäure und schwef-liger Säure frei.
Er enthält in 100 Theilen 2ö Theilc wasserleerer Saure.
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Schon im lö. Jahrhunderte hat man eine stärkere Essigsäure, als sie derrohe Essig darbiefet, zu gewinnen versucht, Bad das von den beiden Holland'*befolgte Verfahren bestand darin, dass essigsaure Metallsalze, als Blefzucker undGrünspan, der trocknen Destillation unterworfen wurden. Das gewonnene De-stillat erhielt den Namen Grünspanessig, lilei- oder Kupfergeisl, man nannte esauch wohl schärfsten Essig (Acetum acerrirnum). Stahl gab Hi'.n an, den Essigdurch Gefrieren zu concentriren (Acetum per frigus coneentratum). Wenn indes-sen die auf die erste Weise bereitete Essigsäure nicht nur mit brenzlichen Pro-dueten der Essigsäure, sondern auch mit Theilchen desjenigen Metalls, aus wel-chem sie gewonnen worden, verunreinigt war, so bot das zweite' Verfahrenandere Nachtheile dar, denn es ging nicht allein viel Essigsaure verloren, welchezwischen den Eiskryslallen haftete, sondern der coneentrirte Essig enthielt nochalle die fremdartigen Theilc und Unreinigkeiten, welche sich in dem rohen Essigvorfinden, als schleimige Theile, Aepfelsäure, Farbe- und Extractivstotf u. dergl.Bei beiden war überdem der Grad der Concentration jedesmal verschieden undunbestimmt. Den rechten Weg, einen reinen verstärkten Essig zu gewinnen,zeigte indess bald darauf, nämlich 1723, Stahl, indem er vorschlug, essigsau-res Kali oder essigsaures Blei mit der Hälfte ihres Gewichts concentrirter Schwe-felsäure zu destilliren. Dennoch wurde nicht die bessere, sondern die bisherigeunzweckmässige Methode, durch trockne Destillation des Grünspans eine brenz-liche Essigsäure zu bereiten, befolgt, bis endlich 1772 WbSteswokFF seine Me-thode, die coneentrirte Essigsäure zu bereiten, bekannt machte, die von derdurch Stahl angegebenen nur darin abwich, dass statt des essigsauren Kali'sessigsaures Natron angewandt wurde. Der auf diese Weise gewonnene, Essigerhielt den Namen Westendorff'schcr Essig. Darauf wurde in der l'reussischenPharmakopoe von 1799, um stets ein Präparat von gleicher Stärke zu erhalten,vorgeschrieben, ein bestimmtes Gewicht von kohlensaurem Kali mit destillirtemEssig zu neutralisiren, das Fluidum bis auf ein bestimmtes Gewicht abzudampfenum] dann mit Schwefelsäure und einem Zusätze von Braunstein zu destillirenDa das kohlensaure Kali eine bestimmte Quantität Saure zur Neutralisation er-fordert, so war die Stärke des dostillirten Essigs ohne Einiluss, indem von star-kem i'ine geringere, von schwachem eine grössere Menge erforderlich war, umdas vorgeschriebene Gewicht kohlensaures Kali zu neutralisiren und dasselbe inessigsaures Kali zu verwandeln. In der bis auf ein bestimmtes Gewicht abgedampften Auflosung dieses Salzes niussle also eine bestimmte Menge Essigsäureenthalten sein, was denn auch für das durch Schwefelsäure daraus gewonneneDestillat Gültigkeit halte. Der Zusatz von Braunstein hatte den Zweck, die liildüng \e:i brenzlichen Producleii aus den organischen Substanzen, von denen■ mch der desljjlulo Essig niemals völlig frei erhalten werden kann, zu verhüten