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GESCHICHTLIGHK EINLEITUNG
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waren ihm mehrere chemische Präparate, wie Kalkwasser. Zinkoxyd.Kupfervitriol, Bleiweiss, bekannt.
Bei Pliniüs finden wir ungleich mehr Thatsachen, wenn gleich oftohne eigene Einsicht, zusammengetragen und seine umfassende Historianaturalis in 37 Büchern enthalt, namentlich im 33. bis 37. Buche, vieleNotizen, welche über die chemischen Kenntnisse der damaligen ZeitAufschluss geben, so dass sein Werk als eins der schätzbarsten Denk-mäler des Alterthums über naturwissenschaftliche Kenntnisse dasteht.
Von Metallen werden die schon bei den ältesten Völkern bekann-ten erwähnt: Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Blei, Eisen; hierzu kommtaber noch das Quecksilber, welches sich zuerst in den Schriftstellerndes ersten Jahrhunderts angeführt findet, jedoch nicht in der Art, alsob es zu dieser Zeit neu oder auch nur kurz vorher entdeckt wordensei. Plinius theilt Vieles über das geographische Vorkommen dieserMetalle mit, aber nur Weniges und sehr Unvollkommenes über die Ge-winnungsweise. Von Metalliegirungen, in welche auch Zink einging,waren verschiedene bekannt und gebräuchlich; eine Auflösung des Gol-des in Quecksilber wurde zur Vergoldung angewandt. Man verstanddie Metalle verschiedenen Prozessen zu unterwerfen, aus denen neueProducte hervorgingen, ohne jedoch schon zu einer Einsicht hierin ge-langt zu sein. So wusste man das Eisen in Stahl zu verwandeln,jedoch waren die hierzu nöthigeh Kunstgriffe keineswegs allgemein be-kannt. Von mehreren Metallen wurden die Oxyde dargestellt und na-mentlich in der Heilkunde angewandt, so vom Kupfer, Blei, Zink, sa'mmt-lich durch Erhitzen an der Luft gewonnen; auch der Eisenrost fandmedicinische Anwendung, ebenso das Product, welches durch Röstendes Schwefelantimons erhalten wurde. Von salzartigen Verbindungender Metalle kannten sie das Bleiweiss und den Grünspan, die sie beidenach Methoden darstellten, welche von den jetzt gebräuchlichen sichnur wenig unterscheiden, ferner ein natürlich vorkommendes kohlen-saures Kupferoxyd, dessen sie sich unter dem Namen Chrysocolla alsFarbe bedienten, kieselsaures und kohlensaures Zinkoxyd, das sie zurMessingbereitung benutzten, schwefelsaures Kupferoxyd und schwefel-saures Eiscnoxydul. Von neutralen Salzen kannten sie ausser Kochsalznur wenige, diejenigen, die wir jetzt Salpeter und Alaun nennen, zu-verlässig nicht, obgleich die Namen bei ihnen vorkommen; ihr Nitronwar das Natron, neben welchem ihnen die Potasche bekannt war, derenWirkung sie auch durch Zusatz von gebranntem Kalk zu steigern wuss-ten; ob sie den Salmiak schon kannten, ist sehr zweifelhaft. Ebensobeschäftigten sie sich auch mit Bereitung des Glases und wusstendemselben durch Zusatz metallischer Substanzen verschiedene Farbenzu geben.
in Hinsicht derjenigen Substanzen, die in das Gebiet der organi-schen Chemie gehören, waren die Kenntnisse der Alten noch beschränkter
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