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1 (1847)
Entstehung
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GESCHICHTLICHE EINLEITUNG.

sitzen hier noch genug schriftliche Denkmale von ihren naturwissen-schaftlichen Kenntnissen, und zwar von ihren ersten Gelehrten selbstherrührende. Bei den ältesten Griechen, in der Zeit z. B., als Homerschrieb (etwa 1000 Jahre v. Chr.), finden wir keine andern Thatsachenerwähnt, keine andern chemischen Producte genannt, als die schon denA.egyptern*oder Phöniziern bekannt gewesen waren. Die metallurgi-schen Kenntnisse scheinen bei den Griechen jener Zeit geringer gewesenzu sein, als es z. B. bei den Israeliten lange vor ihnen der Fall war,wie man daraus ersieht, dass Metalle, die sich zwar vererzt überall ingrosser Menge finden, jedoch nicht so leicht regulinisch daraus gewon-nen werden können, wie das Eisen, bei den Griechen nicht so häufigund gebräuchlich waren, wie bei den Israeliten. Noch zu Homer's Zeitenwird das Eisen als ein sehr wcrthvolles Metall geschildert, und Waffenund Werkzeuge, zu denen das Eisen sich vorzugsweise geeignet er-weist, wurden nicht aus diesem, sondern aus mit Zinn legirtem Kupferangefertigt. Auch später haben die Naturwissenschaften, und nament-lich die Chemie, in Folge der Bichtung, welche die geistige Bildungdieses Volkes einschlug, keine wesentlichen Förderungen bei den Grie-chen erfahren. Die Chemie beruht auf praktischer Grundlage; die Grie-chen waren aber wenig geneigt, ihre speculativen Ansichten, zu denensie sich vorzugsweise hinneigten, mit empirischer Untersuchungsweisezu vereinigen. Die ganze geistige Kraft, aller wissenschaftliche Fleiss,warf sich auf abstracte Philosophie, auf Bedekunst, auf Poesie, auf po-litische Geschichte und, jedoch seltener, auf Geographie; von den Kün-sten wurden nur die schönen, und von diesen nur der ästhetische Theilwissenschaftlich betrieben. Zu den in Griechenland am frühesten cul-tivirten Wissenschaften gehört auch die Medicin, obgleich sich nur we-nige ausgezeichnete Kräfte derselben zuwandten; doch sind die chemi-schen Kenntnisse nicht wesentlich dadurch gefördert worden. Von denältesten Aerzten her, Chiron, Asklepios, die man in das 13. Jahrh. v.Chr. setzt, bis zu Hippokrates, im 5. Jahrh. v. Chr., beschränkten sichdie Arzneimittel grösstentheils auf Pflanzensäfte ohne alle chemischeZubereitung.

Schon bei Aegyptcn wurde erwähnt, dass dieses Land damals alsdie Pflanzschule für die Wissenschaften angesehen werden musste, unddass also auch viele Griechen sich hierher wandten, um ihre natur-wissenschaftlichen Kenntnisse zu bereichern. Einer der ausgezeichnet-sten derselben war ohne Zweifel Demokrit von Abdera in Thracien, einZeitgenosse, des Hippokrates, der sich durch seine Spottsucht vielfachenHass und Verfolgungen zuzog, in den Naturwissenschaften aber den da-mals nicht gebräuchlichen Weg des Experimentirens einschlug und bisan sein Lebensende verfolgte, auch über Handgriffe ein Werk verfassthat. Im Allgemeinen aber blieb die Bichtung zu generalisiren vorherr-schend. Bei ihren naturwissenschaftlichen Beschäftigungen ging ihr Be-

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