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Theod. de Saussure.
entstehen oder Stoffe gefällt werden, welche in der Flüssigkeitgelöst waren. Er schrieb diese Fällung der Verbindung desSauerstoffgases mit dem Extract selbst zu; aber ich weiss nicht,ob sich diese Behauptung des gelehrten Verfassers auf die Ana-lyse des Niederschlages oder auf eudiometrische Prüfung stützt.
Unter mit atmosphärischer Luft gefüllte und mit Quecksilberabgeschlossene Becher brachte ich Kapseln, die mit Extractender Chinarinde, des Eichenholzes und verschiedener Humus-arten gefüllt waren. Nach einigen Tagen fand ich, dass sichin den Lösungen ein Niederschlag abgesetzt, und dass die Luftder Recipienten eine kleine Volumenverminderung erfahren hatte.Die eudiometrische Prüfung dieser Atmosphäre bewies mir,dass das verschwundene Sauerstoffgas sich nicht vollständig indem freien kohlensauren Gas, welches sich zu gleicher Zeit ge-bildet hatte, wiederfand. Aber ein wichtiger Umstand fiel mirdabei auf, nämlich der, dass die Volumenverminderung desSauerstoffgases, mit dem ich den Versuch anstellte, immer ge-ringer ist als das Volumen des Extractes, welchen Grad vonDünn- oder Dickflüssigkeit er haben mochte. Wenn man zehnVolumentheile -Extract mit tausend Volumentheilen atmosphäri-scher Luft in Berührung bringt, so erleidet diese eine zehn Theilenicht überschreitende Volumenverminderung. [138] Dies con-stante Ergebniss Hess mich vermuthen, dass das Sauerstoffgassich nicht mit dem Extract verbindet, sondern dass es ihmKohlenstoff unter Bildung von kohlensaurem Gas entzieht, vondem die Flüssigkeit nur ihr eigenes Volumen aufnehmen kann.
Als ich nach diesem Versuche die dem Anscheine nach mitSauerstoffgas gesättigten extrahirten Säfte der Wirkung des luft-leeren Raumes unterwarf, entzog ich denselben eine Menge kohlen-sauren Gases, welches dem Volumen des von ihnen absorbirtenSauerstoffgases fast genau gleichkam; indessen hatte diese Gas-entbindung vor der Sättigung nicht statt. Aber dieser Versuchwar keiner genügend grossen Genauigkeit fähig, um entscheidendzu sein. Nicht ebenso steht es hingegen mit demjenigen, den ichsogleich mittheilen werde.
Ich liess einen Strom kohlensaures Gas durch die Extractestreichen, vordem ich sie zu den Versuchen benutzte; alsdannwurden sie für einige Augenblicke der freien Luft ausgesetzt(damit sie sich einer überschüssigen Menge kohlensauren Gasesentledigten 1 . Unmittelbar darauf wurden sie unter einen mitgewöhnlicher Luft gefüllten, auf Quecksilber stehenden Reci-pienten gebracht. Als ihre Atmosphäre in dem Zeitraum von