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Theod. de Saussure.
Senebier hat eine der eben mitgetlieilten analoge Beobach-tung gemacht. Er sah, dass der mit Weingeist aus den Blätterndargestellte grüne Auszug in der Sonne nur gelb wird, wenn ermit Sauerstoffgas in Berührung ist. (Physiologie vegetale, t. IIIp. 144.)
§ ?•
Ueber die Veränderungen, welche das Sauerstoffgas durch seineBerührung mit Blüthen erleidet.
Die Blüthen, selbst diejenigen der Wasserpflanzen, entfaltensich nach meinen Untersuchungen nicht in reinem Stickgas.[126] Ihre Knospen, bereit sich zu öffnen, sind in ihm wie para-lysirt, und die geöffneten und nicht geöffneten Theile verfaulenin ihm schneller als unter mit gewöhnlicher Luft gefüllten Re-cipienten. Blüthen, welche wie die weissen Lilien und die ge-füllten Bösen, ohne zu verderben, in 24 Stunden unter einemmit gewöhnlicher Luft gefüllten Recipienten den 7. oder 8. Theilder sie umgebenden Atmosphäre verwandelten, ersetzten —das Volumen der Blüthen ausgenommen — das von ihnenzum Verschwinden gebrachte Sauerstoffgas durch kohlensauresGas. Ich sage, das Volumen der Blüthe ausgenommen, weilsie in ihrem Parenchym eine kleinere Menge als ihr Volumen ankohlensaurem Gas zurückgehalten hat. Als aber die Blüthe un-mittelbar darauf unter einen anderen, mit gewöhnlicher Luft ge-füllten Recipienten gebracht wurde, fand diese Aufnahme nichtmehr statt. Auf die Erklärung dieser Beobachtung werde ichnicht wieder zurückkommen.
Selten verändern frisch gepflückte und in ein mit gewöhn-licher Luft gefülltes Gefäss eingeschlossene Blüthen merklichdas Volumen ihrer Atmosphäre, weil sie fast gänzlich das vonihnen aufgenommene kohlensaure Gas durch Stickgas ersetzen.Sie weichen in dieser Hinsicht von anderen Pflanzentheilen ab,welche, wenn sie im Dunkeln vegetiren, viel weniger Stickgasaushauchen und folglich fast immer das Volumen der umgeben-den Luft verkleinern.
[1271 Sollte nicht die Bildung des Stickgases im Dunkelndurch Blüthen, welche dabei nicht zu leiden scheinen, in Zu-sammenhang stehen mit derjenigen ihrer Gerüche? Aber selbstwenn man finden würde, dass dies Gas ebenso reichlich gebildetwird von sehr wohlriechenden wie >von weniger wohlriechenden