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1 (1890)
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Vorrede.

Analysen eine Genauigkeit zu geben, welche meine Vorgängermit dem Salpetergas-[Stickoxyd-jEudionieter nicht erreichenkonnten.

[VI] Meine Untersuchungen führen mich dazu zu zeigen, wiedas Wasser und die Luft mehr zur Bildung der Trockensubstanzderjenigen Pflanzen, welche auf einem fruchtbaren Boden wach-sen, beitragen, als die Materie des Humus selbst, welche sie imWasser gelöst durch ihre Wurzeln aufnehmen.

Ferner beschäftige ich mich mit einem Gegenstande, der nurzu Hypothesen Veranlassung gegeben hat, nämlich mit dem Ur- 'sprung der Asche. Durch zahlreiche Versuche erforschte ichdie Principien, nach denen die Asche in ihrer Menge oder ihrerZusammensetzung je nach der Jahreszeit, der Natur der Gewächseund den Pflanzentheilen wechselt. Diese Arbeit hat mir mehrereneue Beobachtungen eingetragen, welche beweisen, dass allesoeben von mir erörterten Fragen gelöst werden können, ohnedass der Vegetation schöpferische Kräfte und Verwandlungen zu-geschrieben werden müssen, welche mit bekannten Beobachtun-gen in Widerspruch stehen.

[VII] In den Experimenten über die Vegetation beeinflussenso viele und unvorhergesehene Ursachen die Ergebnisse, dassman sich niemals darüber hinwegsetzen darf, alle sie begleiten-den Umstände auseinanderzulegen. Die Einzelheiten über die-sen Gegenstand, in welche ich mich vertiefen werde, werden dazudienen, den Grad von Vertrauen zu bestimmen, welchen man

dein es durch die Lösung des Phosphors unterworfen ist. einführenkönnte. Berthollet hat genau die Correctur bestimmt, welche dieseVolumenvermehrimg erforderte. Es giebt indessen einen Fall, wodiese Correctur vernachlässigt werden kann; dann, wenn man die Ver-dichtung des Sauerstoffgases genau in dem Augenblick, wo sie ihrMaximum erreicht, oder wenn der Phosphor aufhört, weisse Dämpfezu bilden, beobachtet. Das Stickgas beginnt, sich bei dieser Opera-tion auszudehnen nur, wenn es kein Sauerstoffgas mehr enthält. Wäh-rend der ersten Momente seines Verschwindens ist die Ausdehnungdes Stickgases unmerklich; sie erreicht gewöhnlich ihre äussersteGrenze erst vierundzwanzig Stunden nach der vollständigen Absorp-tion des Sauerstoffgases.

Ich habe mich zu meinen Versuchen der schnellen Verbrennungund der von Ginbert (Analyse des eaux de Validier) angegebenen ge-krümmten Eöhre bedient. Ich neige das Eudiometer, wenn der Phos-phor schmilzt, so, dass er fliesst und sich über die ganze Länge derEöhre ausbreitet. Nach diesem Verfahren ist die Analyse der Luftin weniger als einer halben Stunde vollendet und bedarf währenddieses Zeitraums keiner Correctur.