Chemische Untersuchungen über die Vegetation.
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man sie in der Tabelle der Veraschungen am Ende dieses Ka-pitels findet) zeigen übereinstimmend, dass die holzigen Pflanzenweniger Asche als die krautigen Pflanzen enthalten. Wenn dieGewächse, wie wir im Kapitel VIII erkannt haben, erdige undsalzige Stoffe nur in flüssiger Form in ihr Inneres eindringenlassen, so müssen sie um so mehr Asche enthalten, je reichlicherdie Aufsaugung oder die Transpiration ist; denn diese beidenFunctionen sind stets wechselsweise von einander abhängig.Haies*) und Bonnet**) zeigten, [276] dass die krautigen Pflan-zen mehr Wasser als die holzigen transpiriren; diese letzterenmüssen also weniger Asche enthalten.
Die Blätter der immergrünen Bäume transpiriren nach derBeobachtung von Haies weniger als die der sich im Herbsteentlaubenden Bäume. Die letzterem sind aus diesem Grundeaschereicher. Man vergleiche am Ende des Kapitels die Ver-aschungen der im getrockneten Zustande verbrannten PflanzenNr. 1, 2, 16, 31 mit den Veraschungen Nr. 67, 71, 74.
Die Blätter immergrüner Bäume transpiriren in der Thatwährend des ganzen Jahres; doch ist die Wirkung im Wintersehr klein oder fast Null, und es ist wahrscheinlich, dass sie indieser Jahreszeit durch die Waschungen des Begenwassers ebensoviel Asche verlieren, wie sie aufnehmen.
Wenn eine Salzlösung in einem Gefäss enthalten ist, welchesdieselbe durch ihre Poren hindurch verdunsten lässt, so setztsich das Salz in grösster Menge dort ab, wo die Verdunstung amreichlichsten ist. Die Verfheilung der Asche in der Pflanze stimmtim Allgemeinen mit diesem Princip überein. Da die Transpira-tion durch den Stengel geringer ist als durch die Blätter, so sinddiese reicher an Asche. Man vergleiche die Veraschung Nr. 29mit der folgenden, Nr. 67 mit Nr. 6!), Nr. 71 oder 72 mit derfolgenden.
[277] Nach den Beobachtungen von Haies transpiriren dieBlätter mehr als die Früchte. Diese liefern viel weniger Asche.Man vergleiche unter den Veraschungen Nr. 30, 31 oder 32 mitNr. 34, Nr. 51, 52, 53 mit Nr. 54 und Nr. 57, 58, 59 mitNr. Gl.
Die Rinde ist der unmittelbare Sitz der Transpiration desStammes und enthält viel mehr Asche als die inneren Theile.Man vergleiche unter den Veraschungen Nr. 5 und 6 mit Nr. 7,
) Statique des Vegetaux, edition frangaise, p. 3 et 4:s.Recherches sur i'usage des Peuilles, p. 77, edit. in S n .