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und läßt dann Silberlösung zufließen, so entsteht an der Einfalls-stelle eine rote Fällung von Silberchromat, die beim Umrühren sofortverschwindet, weil sich das Silberchromat mit dem Alkalichlorid zuSilberchlorid und Alkalichromat umsetzt:
Ag.CrOj -j- 2 NaCl = 2 AgCl -f Na 2 Cr0 4 .
Ist aber alles Chlor in Chlorsilber übergeführt, so erzeugt dernächste Tropfen Silberlösung eine bleibende rötliche Färbung derFlüssigkeit. Für geringe Chlormengen in konzentrierter Lösungliefert diese Methode sehr scharfe Resultate. Ist dagegen die zutitrierende Flüssigkeitsmenge sehr groß, so sind die Resultate nichtsehr scharf. In allen Fällen muß man durch einen blinden Yersuchermitteln, wieviel von der Silberlösung erforderlich ist, um die roteNuance zu erzeugen und die so gefundene Menge von der eigentlichenBestimmung in Abzug bringen.
Bemerkung: Handelt es sich um die Titration von freierSalzsäure, so neutralisiert man die Säure zuvor mit Ammoniak,Kalilauge oder Sodalösung. Bei farblosen, sauer reagierendenChloriden (A1C1.,), setzt man der Lösung einen Überschuß vonneutraler Natriumacetatlösung hinzu und führt erst dann die Titrationaus. Bei gefärbten Schwermetallchloriden fällt man das Metallmit Kalilauge oder Natriumkarbonat aus, filtriert, wäscht, säuert dasFiltrat schwach mit Essigsäure an und titriert wie oben angegeben.
4. Bestimmung des Broms.
a) Nach Volhard.
1000 cem 7 10 n. AgN0 3 -Lösung = l / 10 Br. = 7-992 g Brom.Man versetzt die Lösung des Bromids mit einem Überschuß an1 Hl n. Silberlösung und titriert den Überschuß des Silbers, nachZusatz von Eisenammoniumalaun und verdünnter Schwefelsäure, mitRhodanammonium zurück. Aus dem Verbrauch des Silbers berechnetsich das Brom.
Bemerkung: Bei der Bestimmung des Broms nach Volhar dbraucht man Vor der Titration des Silberüberschusses das Bromsilbernicht abzufiltrieren, weil das Bromsilber schwerer löslich ist als dasRhodansilber, sich also mit diesem nicht wie Chlorsilber umsetzen kann.
b) Nach Fr. Mohr.
Man verfährt genau so wie bei der Bestimmung des Chlors.
5. Bestimmung des Jods nach Volhard.
1000 cem 7 1(l n. AgNÜ ;1 -Lösung = '/,„ .1 = 12-692 g Jod.Erzeugt man in der Lösung eines Jodids durch Zusatz vonSilbernitrat Silberjodid, so umhüllt das letztere stets eine meßbare