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weniger ab als von Wasser. Ferner traten größere Abweichungenauf bei konzentrierten laugenhaften Flüssigkeiten und bei Säuren(von 95°/ 0 Schwefelsäure flössen aus einer Pipette zu 100 ccm sogar442 cmm und selbst aus einer zu 10 ccm noch 85 cmm weniger ausals von Wasser). Die Abweichungen hängen sowohl ihrer Größeals auch ihrem Sinne nach von der Auslaufzeit ab, derart, daß mandurch deren Verlängerung negative Abweichungen kleiner machenund sogar in positive verwandeln kann. Man wird deshalb gut tun,gegebenenfalls die Auslaufzeit der Geräte für Wasser und die be-treffende andere Flüssigkeit zu bestimmen, und wenn die Differenzder Abiaufzeiten zwei Sekunden überschreitet, den Raumgehalt auchfür die andere Flüssigkeit zu ermitteln. Will man diese Ermittlungumgehen, so kann dies dadurch geschehen, daß man sich Pipettenbedient, die sowohl eine Marke auf Ausguß wie eine solche aufEinguß haben. Man saugt dann die konzentrierte Flüssigkeit bis zurMarke auf P^inguß an und spült, nachdem man hat ausfließen lassen,die Pipette sorgfältig aus.
Einteilung der Maßanalyse.
Die Maßanalyse zerfällt in:
A. Die Alkalimetrie und Acidimetrie.
B. Die Oxydation s- und Reduktionsanalysen.
C. Die F ä 11 u n g s a n a 1 y s e n.
A. Die Alkalimetrie und Acidimetrie
ist die Lehre von der Messung der Basen und Säuren. Zur Messungeiner Base (eines Hydroxyds) bedarf man einer Normalsäure undumgekehrt erfordert die Messung einer Säure eine Normalalkalilösung.In beiden Fällen wird der Endpunkt der Reaktion mit Hilfe einespassenden Indikators angezeigt. Von der richtigen Wahl und Ver-wendung des Indikators hängt die Genauigkeit des Versuches ab;deshalb wollen wir gleich an dieser Stelle einiges über die am häu-tigsten verwendeten Indikatoren vorausschicken.
Indikatoren. J )Die in der Alkalimetrie und Acidimetrie verwendeten Indi-katoren sind meistens Farbstoffe, welche zu den sehr schwachenoder mittelstarken Säuren gehören; einige wenige Indikatorensind schwache Basen. Damit ein Elektrolyt die Rolleeines Indikators übernehmen kann, muß er nach
') Vgl. auch Jul. Stieglitz: Theorie der Indikatoren, Chem. Zentralbl.1904, T, S. 210.