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2 (1911) Quantitative Analyse
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27. Bestimmung von Thiosulfaten neben Sulfiden undSulfhydraten.

Man versetzt eine abgemessene Probe der Lösung in einemfOO ccm fassenden Kolben mit einem Überschuß an frischgefälltemKadmium karbonat, schüttelt kräftig, füllt mit Wasser bis zur Marke,mischt, nitriert durch ein trockenes Filter und titriert 100 ccm desjtiltrats mit \I U) n. Jodlösnng. Durch das Schütteln mit Cadmium-karbonat wird der Sulfid- und Sulfhydratschwefel entfernt, währendaas Thiosulfat in Lösung bleibt.

28, Bestimmung der schwefligen Säure.

1000 ccm y i0 n. Jodlösung:

SO,

20

64-07~2CT

3-2035 y SO,.

Die Bestimmung beruht auf folgender Reaktion:80 2 -f- H t O + 2 J = 2 HJ -j- S0 8also auf der Oxydation der schwefligen Säure zu Schwefelsäure durch

^Versetzt man eine Lösung von schwefliger Säure mit Stärkeund läßt eine titrierte Jodlösnng zufließen, so trittt erst nach dervollständigen Umwandlung des 90 8 in SO, Blaufärbung auf. Diesezuerst von Dupasquier zur Bestimmung des Jods verwendeteReaktion erläuft aber, wie Bansen (1854) zeigte, nur dannquantitativ nach obiger Gleichung, wenn die Lösung der schwefligen5»ure höchsten^ 0-04 Gewichtsprozente SO a enthält. Bei größerer

onzentration <\^r schwefligen Säure erhält man ganz schwankendeanlen. Di,. tJngleichmäßigkeit schrieb man der Umkehrbarkeit

'ger Reaktion zu und suchte sie zu beseitigen, indem man die

itration in alkalischer 1 ) Lösung ausführte und so den gebildetenJodwasserstoff sofort bei seiner Entstehung entfernte. Aber auch soerhält man falsche Resultate. 2 ) Fink euer 1 ) gibt nun an, daß man

q .. ) Zusatz von Magnesiumkarbonat und Natriumbikarbonat (fordos und

der \t\v!*A 0h E " Rupp (B - B ' 35 [ 190 '4 S - 3G94 ) ist M doch möglich. na °hma H? V °" Fordos una Gelis richtige Resultate zu erhalten, wenn

V "L scllwe flige Säure bei Gegenwart von Natriumbikarbonat mindestensÜbe ik auf überse hüssige Jodlösung einwirken läßt und dann denF i Ü « des Jotls mit Natriumthiosalfat zurückmißt. Dies ist aber nach

[ n lc . h Müller and O.Dief fenthäler (Zeitschr. f. anorgan. Ch. 1910, S. 418)

V zipiell faNch. denn das Jod wirkt auf die Bikarbonatlösang in geringerMe "ge hypojodithildend ein:

J 2 + H 2 0 -<=>- HJ + 1I.K >

die unterjodige Säure wirkt auf das Natriumthiosulfat nach der Gleichung:

NajSsOj + 4 HJO + H 2 0 Na^O« + H 2 S0 4 + 4 HJ

3 ) Finkener-Kose: Quantitative Analyse, VI. Aufl., S. 937 (1871).