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verhältnismäßig leicht, noch besser aber durch Aufschließen mitKaliumbisulfat. Vgl. Seite 244.
Analyse der Wolfrainbronzen.
Die Analyse dieser von Wo hl er 1 ) im Jahre 1824 ent-deckten Alkalisalze komplexer Wolframsäuren von der allgemeinenFormel E ;! W0 4 , W0 2 , W0 3 , bot lange Zeit wegen der Un-möglichkeit, diese Salze durch Säuren aufzuschließen, große Schwie-rigkeit.
Durch Schmelzen mit Alkalien an der Luft oder besser beiGegenwart von Salpeter, können die Wolfrainbronzen leicht inWolframat übergeführt und die Wolframsäure nach einer der obenbeschriebenen Methoden bestimmt werden. Die Alkalien kann manin einer so aufgeschlossenen Probe selbstverständlich nicht bestimmen.Philipp' 2 ) verfuhr wie folgt:
Die Bronze wird mit ammoniakalischer Silbernitratlösung auf-geschlossen, wobei das W0 2 unter Abscheidung einer äquivalentenSilbermenge zu W0 3 oxydiert wird, während das GesamtwolframaK Alkali- und Ammonwolframat in Lösung geht. Aus dem Filtratdes Silbers wird die Wolframsäure mittels Salpetersäure abgeschiedenund bestimmt.
Entfernt man aus dem Filtrat der Wolframsäuro das über-schüssige Silber als Silberchlorid, so läßt sich das Alkali durchVerdampfen mit Schwefelsäure und Wägen als Sulfat bestimmen.
Obgleich diese Methode bei den wolframarmen Bronzen rechtgut verwendbar ist, so versagt sie ganz bei den wolframreicherenBronzen.
Für alle Fälle brauchbar ist die folgende, von 0. Brunner 3 )auf meine Veranlassung zuerst ausgearbeitete Methode.
Dieselbe gründet sich auf die Tatsache, daß die Bronzen durchAbrauchen mit Ammoniumpersulfat oder Ammoniumbisul-fat, ohne Verlust an Alkali, glatt in Wolframat verwandelt werden.
Ausführung: Ca. 0'5 g der feingepulverten Bronze wird ineinem l'orzellantie^cl mit 2 g alkalifreiem Ammonsulfat und 2 comkonzentrierter Schwefelsäure ') versetzt und unter öfterem Schüttelndes Tiegels über kleinem Flämmchen sorgfältig erhitzt. Die imAufan« auftretende Gasentwicklung hört bald auf und sobald
') Pogg. Ann. 2, 8. 350.
2 ) B. B. 15 (1882), S. 500.
3 ) Inaug. Dissert. Zürich, 1903
4 ) Bei Anwendung' von Ammoniumpersulfat wird keine Schwefelsäurezugesetzt. Da aber das Ammoniumpersulfat des Handels oft mit Kalium-persulfat verunreinigt ist, so empfehle ich, das Aufschließen mit Ammonium-sulfat und Schwefelsäure vorzunehmen.