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2 (1911) Quantitative Analyse
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das Quecksilber vollständig als Mercurochlorid abgeschieden undnach »Seite 141 als solches bestimmt wird. Das Selen und Tellurenthaltende Filtrat wird konzentriert, mit Wasser aufgenommen unddas Selen von Tellur nach Keller getrennt (siehe unten).

4. Von Gold und Silber.

Die Trennung des Selens und Tellurs von Silber bietet keineSchwierigkeit, da letzteres stets durch Salzsäure als Chlorid abge-schieden und als solches bestimmt werden kann.

Die Trennung von Gold wird ausgeführt, indem man diesesnach Seite 214 durch Oxalsäure und Selen und Tellur aus demFiltrat von Gold mittels SO a abscheidet. Oder man fällt alle dreiMetalle mit Schwefeldioxyd, wägt und röstet hierauf, wobei sichSelen und Tellur verflüchtigen und das Gold zurückbleibt.

Tellur läßt sich von Gold trennen, indem man letzteres durchFerrosulfat fällt. Selen kann aber auf diese Weise nicht von Goldgetrennt werden, weil es auch in stark salzsaurer Lösung durchFerrosulfat quantitativ niedergeschlagen wird.

Trennung des Selens von Tellur.

a) Methode von Ed. Keller. x )

Kellers Methode gründet sich darauf, daß tellurige Säure ausstark salzsaurer Lösung durch Schwefeldioxyd nicht gefällt wird,während sich das Selen quantitativ abscheidet.

Ausführung: Man löst das durch Schwefeldioxyd gefällteGemisch beider Elemente in Salpetersäure und verdampft sorgfältigzur Trockene. Die trockene Masse versetzt man mit 200 com Salz-säure vom spezifischen Gewicht 1-175, kocht, um die Salpetersäurezu entfernen, und sättigt mit Schwefeldioxyd, filtriert das nieder-geschlagene Selen durch einen Goochtiegel, wäscht zuerst mit einemGemische von 90 Volum Salzsäure vom spezifischen Gewicht 1 - 175und 10 Volum Wasser, hierauf mit verdünnter Salzsäure, dann mitWasser bis zum Verschwinden der Chlorreaktion, schließlicb mitabsolutem Alkohol, trocknet bei 105° C und wägt. Das tellurhaltjgeFiltrat verdünnt man mit dem gleichen Volum Wasser, fällt kochendmit Schwefeldioxyd, filtriert und bestimmt das Gewicht des Tellursgenau so, wie oben für Selen angegeben.

Nach Keller liefert diese Methode durchaus befriedigende Be-sultate, solange die Menge des Tellurs 5 g nicht übersteigt. Aberauch in diesem Falle gelingt die Trennung leicht durch Vermehrender Salzsäuremenge bis auf 450 ccm.*)

1 ) Journ. Amer. Chem. Soc. 19, 8. 771.

2 ) Vgl. auch P. E. Browning: & W. R. Fl int, Zeitschr. f. anorgau.Ch. 60 (1910), S. 104.