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2 (1911) Quantitative Analyse
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Schwefelsäure; Salpetersäure eignet sich zu dieser Trennung nicht,weil Platin mit dem Silber gelöst wird. Durch 10 Minuten langesKochen geht alles Silber in Lösung, vorausgesetzt, daß auf 1 TeilPlatin mindestens 2 Teile Silber vorhanden sind,was meistens der Fall ist. Vermutet man mehr Platin in derLegierung, als obigem Verhältnis entspricht, so fügt man noch Fein-silber hinzu und kupelliert mit 1 g Blei.

Hat bei dieser Behandlung der Legierung die Schwefelsäure10 Minuten gekocht, so läßt man etwas abkühlen, gießt die Schwefel-säure ab und wiederholt diese Behandlung noch einmal. Das zurück-bleibende Metall (Röllchen oder Pulver) wäscht man dreimal durchDekantation mit Wasser, glüht und wägt, wie bei Gold angegeben,und ermittelt die Summe des G o 1 d e s und Platins, welche Menge,vom Gewicht des ursprünglichen Edelmetallkorns in Abzug gebracht,den Silbergehalt gibt.

Trennung- des Goldes von Platin.

Prinzip: Behandelt man eine Goldplatinlegierung mit Salpeter-säure, so wird die Legierung nicht angegriffen. Enthält aber dieLegierung 1 Teil Goldplatin auf 3 Teile Silber, so geht bei längererBehandlung zuerst mit 22gradiger, dann mit 32gradiger Säure allesPlatin mit dem Silber in Lösung.

Ausführung: Das Goldplatinkorn versetzt man mit seinemdreifachen Gewicht an Feinsilber, kupelliert mit 1 <j Blei, hämmertund walzt das Korn aus, behandelt mit Salpetersäure und wägt daszurückbleibende Metall, inquartiert wiederum mit 3 Teilen Fein-silber und wiederholt die oben beschriebene Behandlung mit Salpeter-säure. Diese Operation wird so oft wiederholt, bis das zurück-bleibende Gold konstantes Gewicht zeigt, was meistens nach derdritten Operation der Fall ist.

Anstatt die Trennung des Goldes vom Platin in der soebengeschilderten Weise auszuführen, kann man das Goldplatinkorn inKönigswasser lösen und das Gold nach Seite 213 mit Eisenvitriolausfällen. Methode sehr gut.

Nach V a n i n o *) und Seemann gelingt die Trennung vielschneller durch Fällen des Goldes aus der durch Natronlauge alka-lisch gemachten Lösung mit Wasserstoflperoxyd, wobei nur Goldausfällt. Um das Platin zu bestimmen, fällt man es bei Siede-hitze durch Schwefelwasserstoff aus saurer Lösung als Sulfid, dasdurch Glühen im Porzellantiegel in Metall übergeführt wird.

x ) Berliner Berichte 1899, S. 1971.