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1. Das Platin befindet sich in chlorwasserstoffsaurer Lösungentweder allein oder neben anderen Metallen.
Man scheidet das Platin aus der Lösung entweder als Ammo-nium ch loropl atinat ab [(NH d ) 2 PtCl (; ], zerstört dieses durchGlühen und wägt das zurückbleibende Metall. Oder man scheidetdas Platin aus der Lösung durcb Anwendung von Reduktionsmittelndirekt als Metall ab ; oder endlich: man fällt das Platin durch Ein-leiten von Schwefelwasserstoff in der Hitze als Sulfid, welches durchGlühen in Platin übergeführt wird. Die; beiden ersten Abscheidungs-methoden gestatten eine Trennung von fast alle n Metallen,während die letzte nur eine direkte Trennung von den Metallendir Alkalien, alkalischen Erden und der S ch wefelammo-ni ningruppe, nicht aber von denen der Schwofelwasserstoflgruppegestattet.
(() Abscheidung des Platins als Aiiiinoniuinchloroplatinat.
Man neutralisiert die möglichst konzentrierte Lösung nahezu voll-ständig mit Ammoniak, fügt Chlorammonium im Überschuß hinzuund versetzt die Lösung mit dem doppelten Volum absoluten Alkohols,läßt 12 Stunden unter einer Glasglocke stehen, filtriert durch eine10—15 cm lange, gewogene Asbestfilterröhre, wäscht mit 80°/ 0 igemAlkohol, bis einige Tropfen des Eiltrats nach schwachem Glühen aufPlatinblech keinen Rückstand mehr hinterlassen, und trocknet, indemman bei etwa 90° Luft durchleitet. Nach dem Erkalten wägt man,schiebt einen Pfropfen von ausgeglühtem Asbest') in die Röhre undwägt wieder, um das Gewicht des Asbestpfropfens zu erfahren. Nunleitet man einen trockenen Wasserstoffstrom hindurch und erhitztbei möglichst niedriger Temperatur über freier Flamme, bis keinCblorWasserstoff mehr entweicht und bis aller Salmiak vertrieben ist,läßt dann im Exsikkator erkalten und wägt.
Anstatt den Niederschlag auf ein Asbestfilter zu bringen, kannman ihn auch durch ein ungewogones Eilter filtrieren, den noch alkohol-feuchten Niederschlag samt Filter in einen geräumigen Por-zellantiegel bringen, so daß die Spitze des Filters nach obenzu liegen kommt, und bei geschlossenem Tiegel ausglühen. DasGlühen muß mit der größten Vorsicht geschehen, da sonst erheblicheVerluste entstehen können. Man verfährt so : Zunächst trocknetman den Niederschlag durch sehr gelindes Erwärmen des stets bedecktzu haltenden Tiegels über ganz kleiner Flamme und sobald derAlkoholgerach verschwunden ist, steigert man die Hitze ganzallmählich bis zur starken Rotglut. Dabei dürfen während der
') Beim Erliitzen von Ammoniumchloroplatinat dekrepitiert dasselbe undes können Verluste entstehen, die man jedoch durch Einschließen der Substanzzwischen zwei Asbestpfröpfehen vermeiden kann.