31
schale, welche behufs rascher Abkühlung in einer größeren Schaleauf kaltem Wasser schwimmt.
Durch die rasche Abkühlung und das beständige Umrührenerhält man das Salz als feines Kristallmehl. J ) Dieses gießt mandurch einen mit Platinkonus versehenen Trichter und saugt mittelsder Wasserstrahlpumpe die Mutterlauge möglichst vollständig ab.
Fig. 22.
Hierauf prüft man die Substanz durch geeigueto Reaktionen qualitativauf Reinheit. Sollte sie noch nicht rein sein, so löst man sie vonneuem in möglichst wenig siedend heißem Wasser, stellt die Schalein kaltes Wasser und rührt mit dem Glasstab beständig, bis zumvölligen Erkalten der Lösung um. Das nun erhaltene Kristall-mehl saugt man auf dem Trichter, wie oben angegeben, ab undwiederholt die Umkristallisierung so oft, bis die Substanz rein er-halten wird.
Die reine, aber noch feuchte Substanz breitet man auf einermehrfachen Lage von reinem Fließpapier aus, bedeckt sie miteinem Blatt Fließpapier und läßt dieselbe 12 Stunden bei ge-wöhnlicher Temperatur stehen. Hierauf wägt man 1—2 g derSubstanz auf einem tarierten Uhrglas ab, stellt dieses auf eine trockeneGlasplatte, bedeckt die Substanz mit einem Uhrglas, läßt siewiederum mehrere Stunden stehen und wägt wieder. Zeigt sichhiebei keine Gewichtsänderung mehr, so ist die Substanz zurAnalyse vorbereitet. Im anderen Fall läßt man sie an der Luftbis zur Gewichtskonstanz stehen. Ein Trocknen im Exsikkator ist
*) Große Kristallo würde man erhalten, wenn man die Lösung langsamerkalten ließe, aber gerade das soll vermieden werden, weil große Kristalle•teta mehr oder woniger große mit Mutterlauge angefüllte Hohlräume ent-halten. In dem feinen Kristallmehl sind aber diese Hohlräume auf einMinimum reduziert, so daß der dadurch entstandene Fehler vernachlässigtwerden kann.