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Viel bequemer und genauer kommt man zum Ziele durch An-wendung der Goochschen Tiegel.
Diese sind, wie die Abbildung zeigt (Fig. 9), Tiegel mit per-foriertem Boden. Man vorsieht den Tiegel mit einem Asbestfilter,
wägt nach dem Trocknen beider vorgeschriebenen Temperatur,filtriert hierauf den Niederschlagdurch den Tiegel, wäscht, trock-net und wägt. Das Arbeiten mitdiesen Tiegeln ist so außer-ordentlich bequem und genau,daß ich hier die Benützung der-selben ausführlich schildern will.
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Fig. 9.
Herstellung des Asbestfilters. 1 )
Laugfaseriger, weicher Asbest wird in 1 / 2 cm lange Stücke ge-schnitten und eine Stunde lang in bedeckter Porzollanschale mitkonzentrierter Salzsäure im Wasserbad digeriert. Hierauf wird dieSalzsäure abgegossen, der Asbest in einen mit Platinkonus versehenenTrichter gebracht und so lange mit heißem Wasser gewaschen (unterAnwendung der Pumpe), bis die Salzsäure völlig entfernt ist. ( I )asFiltrat darf mit Silbernitrat keine Opaleszenz geben.) Diesen gereinigtenAsbest bewahrt man in einer Flasche mit eingeriebenem Stöpsel auf.
Zur Herstellung des Asbestfilters in dem Goochtiegel spanntman tiber einen Trichter einen dünnen Gummischlauch g (Fig. 10)und stellt den Tiegel T in die Öffnung des letzteren. Der Trichtermuß so groß sein, daß der Tiegel schwebend von demGummischlauch getragen wird.
Auf den Boden des Tiegels legt man eine 1—2 mm hoheSchicht Asbest und drückt sie leicht mit einem 'ilasstab zu-sammen. Nun bringt man einen kleinen Bausch Asbest in einBecherglas, rührt mit Wasser an und gießt unter Anwendung eines
Wandung des Trockenschrankes K eineD an einer Stelle durchschnittenenAsbestring A einklemmt.
Die den Boden bildende Platte ruht auf einem dicken, viereckig ge-bogenen Eisondraht, so daß sie nicht direkt mit dem kupfernen Hoden desSchrankes in Berührung kommt.
Da die Platten sich leicht herausnehmen lassen, bietet das Peinigenderselben nur eino kleine Mühe. Der einzige sich abnützende Teil desApparats ist der Boden und deshalb lasse ich die Schränke mit heraus-nehmbarem Boden herstellen, so daß dieser zu jeder Zeit erneuert werdenkann, ohne daß man den Schrank zu demontieren braucht.
Obige Schränke werden in vorzüglicher Ausführung von der FirmaBender und Hobein in Zürich geliefert Sie sind etwas teuer, bietenaber sehr viele Annehmlichkeiten.
') Vgl. Paul, Zeitschr. f. anal. Ch. 31 (1892), S. 543, und F. Henz.Zeitschr. f. anorg. Ch. 37 (1903), S. 13.