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2 (1911) Quantitative Analyse
Entstehung
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sehr geringen Druckes J ) von der trüben Flüssigkeit durch denTiegel.

Nachdem eine ca. 1 mm hohe Asbest-schicht entstanden ist, legt man die sieb-artig perforierte Porzellanplatto P (Fig. 9)darauf, drückt sie leicht mit einem Glas-stab fest und gießt von neuem von demin Wasser suspendierten Asbest durch, sodaß die Platte eben mit Asbest bedecktwird. Hierauf gießt man so lange Wasserdurch, bis es vollkommen klar abfließt.Jetzt wird der Tiegel bei der gewünschtenTemperatur getrocknet und gewogen. 2 )Der Tiegel ist nun zur Filtration bereit.

Häufig aber kommt es vor, daß beimAufgießen von Flüssigkeit auf die ge-trockneten Filter feine Fasern durch das {'Filter durchgehen; um diese nicht zuverlieren, gibt man nach F. Henz dieersten Anteile des trüben Filtrats in dasGefäß, in dem sieb der zu filtrierendeNiederschlag befindet. Das nun folgendeFiltrat ist stets frei von Asbestfasern.

Man kann mit einem so verbreitetenTiegel unzählige Bestimmungen ausführen.Wird die Menge des Niederschlages imTiegel schließlich zu groß, so entferntman sorgfältig den oberen Teil, ohne dasAsbestfilter zu zerstören, und benützt den Tiegel weiter.

Soll ein Niederschlag im Goochscben Tiegel schwach geglühtwerden, so stellt man den Tiegel, wie dies Fig. 11 zeigt, in einen

') Man soll während der Filtration keinen zu großen Druck anwenden,weil dadurch der Niederschlag und auch der Asbest so zusammengepreßtwird, dalJ die Filtration sohr verzögert und das Auswaschen erschwert wird.Dadurch daß der Schlauch den Tiegel schwebend trägt, ist die Möglichkeitder Anwendung eines zu hohen Druckes vermieden, denn sobald der Druckeine gewisse Grenze erreicht, dringt die Luft zwischen Schlauch und Tiegel-wandung ein und der Schlauch wirkt gewissermaßen als Sicherheitsventil.

2 ) Diese Asbestfilter sind nach F. Henz durchaus nicht hygro-skopisch, wie dies schon behauptet worden iBt. (Anm. .lourn. Science 14,S. 156) Wenn sie eben aus dem Exsikkator kommen, nehmen sie zunächstauf der Wage etwas an Gewicht zu Das ist aber bei allen Glas- und Porzellan-geräten der Fall. Nach 2030 Minuten langem Stehen in der Wage habensie stets konstantes Gewicht angenommen. Handelt es sich um die Wägungvon hygroskopischen Niederschlägen, so stellt man den Tiegel mit dem Nieder-schlag in ein mit eingeschliffenem Stöpsel versehenes Wägeglas. läßt 2080Minuten in der Wage stehen und wägt dann.

Fig. 10.