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So einfach und verlockend diese Methode auf dem Papiererscheint, so liefert sie doch in Wirklichkeit oft ganz unbrauchbareZahlen, und man muß daher mit ihrer Anwendung äußerst vor-sichtig sein.
Die bei jeder derartigen Analyse mitunterlaufenden Fehlerwerden in obiger Gleichung um die Größe der Koeffizienten ver-vielfacht: der Wägungsfehler bei der Ermittlung der Summe a um3-6314 und der Fehler bei der Bestimmung des Chlorsilbers (p)um 1-8889.
Es ist daher klar, daß die indirekte Analyse um so genauerausfallen wird, je kleiner die Koeffizienten und je geringer die Fehlerbei der Bestimmung von a und p sind.
In obigem Beispiel sind die Koeffizienten relativ klein, so daßman recht genaue Kesultate erwarten kann, was auch in der Tatdurch den Versuch bestätigt wird.
Beleg: Ein Gemisch von 0.5480 g (a) bestehend aus0'4966 g Chlornatrium (x) und 0 - 0."j14 g Chlorkalium (y) gab1-3161 g Chlorsilber (p), woraus sich berechnet:i = l-8889.1-3161 — 3-6314.0-5480x = 04960 g Chlornatriumy = 0-0520 g Chlorkalium.Man fand daher von den ursprünglich vorhandenen MengenChlornatrium = 99-88°/ 0Chlorkalium = 101-17%
Obgleich diese Resultate recht günstig sind, so ist zu bedenken,daß die Analyse mit chemisch reinen Substanzen ausgeführt wurde.Wäre das nicht der Fall, wie es meistens in der Praxis zutrifft, sowürden die Resultate weit ungünstiger ausfallen.
Dieselbe Analyse ließe sich in noch einfacherer Weise aus-führen, als oi>en geschildert, indem man das Gemisch der Chloridein einem Platintiegel wägt, dasselbe (durch Behandeln mit Schwefel-säure und Abrauchen des Überschusses der letzteren) in Sulfate ver-wandelt und wieder wägt. Hier sind die Versuchsfehler fast Null;man sollte besonders gute Resultate erwarten.
Wir haben:
NaCl KCl
a =
Na 2 S0 4
aNa 2 SQ 42 NaCl
+ y = a
+
K 2 S0 4
x und ß
ß = PK.SO,
2 KCl"