Plumbum aceticum. Bleiacetat.
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ziehend und bläut Lackrauspapier, die verdünnte wäßrigeLösung reagiert dagegen schwach sauer. Seines süßen Ge-schmackes wegen erhielt das Salz im 14. Jahrhundert denNamen Bleizucker, Saccharum Saturni. In der wäß-rigen Lösung, die durch ausgeschiedenes Bleisubcarbonatin der Kegel opalisierend getrübt ist, ruft Schwefelwasser-stoff einen schwarzen Niederschlag von Bleisulfid, verd.Schwefelsäure einen weißen Niederschlag von Bleisulfat,Kalium jodidlösung einen gelben Niederschlag von Bleijodidhervor:
(CH 3 COO) 2 Pb + H 2 S = PbS + 2CH 3 COOH;
(CH 3 COO) 2 Pb + H 2 S0 4 = PbS0 4 + 2CH 3 COOH;
(CH 3 COO) 2 Pb + 2KJ = PbJ 2 + 2CH 3 COOK .
Durch Eisenchloridlösung wird die wäßrige Lösung rotgefärbt infolge Bildung des in Wasser mit rotbrauner Farbelöslichen neutralen Ferriacetates, daneben erhält man denweißen Niederschlag von Bleichlorid PbCl 2 .3(CH 3 COO) 2 Pb + 2FeCl 3 = 2(CH 3 COO) 3 Fe + 3PbCl, •
Prütun«r. 1 g Bleiacetat muß mit 5 cem frisch ausgekochtemWasser eine klare oder höchstens schwach opalisierende Lösunggeben (zu hoher Gehalt an basischem Bleicarbonat); wirddiese Lösung mit 10 cem verd. Schwefelsäure versetzt und nach5 Minuten filtriert, so dürfen 10 cem des Filtrats sich beim Über-sättigen mit etwa 5 cem Ammoniakflüssigkeit nicht färben (Kup-fer) und keinen rotgelben Niederschlag geben (Eisen); bei Gegen-wart von Kupfer fällt Ammoniak zunächst ein hellblaues, basi-sches Salz, das sich in überschüssigem Ammoniak als Cuprumsulfuricum ammoniatum, CuS0 4 ■Farbe löst:
4NH 3 + H 2 0 , mit tiefblauer
2CuS0 4 -fCu 2 (S0 4 )(OH), ■
2NH 4 OH = Cu 2 (S0 4 )(OH) 2 -f- (NH 4 ) 2 S0 4 + 6NH 3
= 2(CuS0 4
(NH 4 ) 2 S0 4 ,+- 4NH 3 + H 2 0).
Eisen wird als Eisenhydroxyd gefällt:Fe 2 (SO,) s + GNILOH = 2Fe(OH) 3 -f 3(NH 4 ) a SO,