....:.. :v
Cuprum sulfuricum ammoniatum. Kupferammoniumsulfat. 39
hält das Präparat nach dieser Vorschrift als kristallinischesPulver; in Form schön ausgebildeter Kristalle erhält manes, wenn man die ammoniakalische Kupfersulfatlösung ineinem Zylinder vorsichtig mit dem Weingeist überschichtetund die Flüssigkeiten einige Tage ruhig stehen läßt, wobeieine allmähliche Mischung der Flüssigkeiten eintritt.
Chemischer Vorgang. Vorsetzt man eine wäßrige Lösung vonKupfersulfat mit Ammoniakflüssigkeit, so fällt zunächst ein blauerNiederschlag von basischem Kupfersulfat, [CuS0 4 + Cu(OII) 2 ],aus; gibt man dann mehr Ammoniakflüssigkeit hinzu, löst sichder Niederschlag mit tiefdunkelblauer Farbe wieder auf, und dieLösung enthält dann das Kupferammoniumsulfat. Das Salz hatdie Zusammensetzung [CuS0 4 + 4NH 3 + H 2 0] , es kann alsoaufgefaßt werden als Kupfersulfat CuS0 4 + 5H 2 0 , in dem 4H 2 0durch 4NH 3 ersetzt sind, oder als [Cu(NH 3 ) 4 ] ■ S0 4 + I1 2 Ü.
Eigenschaften. Das Kupferammoniumsulfat bildet eintiefblaues, kristallinisches Pulver oder durchsichtige, blaue,rhombische Prismen von schwach ammoniakalischem Ge-ruch; es reagiert alkalisch. An der Luft verwittert es unterAbgabe von Wasser und Ammoniak, weshalb es in kleinen,gut verschlossenen Gefäßen aufbewahrt werden muß.Beim allmählichen Erhitzen entsteht zunächst eine grüneVerbindung von der Zusammensetzung CuS0 4 +2NH 3 ,zuletzt hinterbleibt wasserfreies Kupfersulfat. Es löst sichin 1,5 Teilen kaltem Wasser, nicht in Weingeist; Zusatz vonmehr Wasser zu der konz. wäßrigen Lösung fällt ein etwasheller gefärbtes Salz, das weniger Ammoniak enthält.
Prüfung. "Wird das Kupfer aus der mit Salzsäure angesäuertenLösung durch Schwefelwasserstoff ausgefällt, so darf das Filtratnach dem Abdampfen und Glühen keinen Rückstand hinterlassen(fremde Metalle)..
Stöchiometrisehe Aufgaben. 1. Wieviel lOproz. Ammoniak-flüssigkeit ist theoretisch zur Umsetzung von 20 g Kupfersulfatnötig, und 2. wie groß ist die theoretische Ausbeute an [CuS0 4+ 4NH 3 +H 2 0p
Resultate s. S. 108.
«