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4 (1921) Übungspräparate
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Cuprum sulfurieum. Kupfersulfat.

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Cu + H 2 S0 4 = CuO + S0 2 -f ILO .CuO + H 2 S0 4 = CuS0 4 + H 2 0,oder in eine Gleichung zusammengezogen:

Cu + 2H 2 S0 4 = CuS0 4 + S0 2 + 2H 2 0 .Bei Gegenwart von Salpetersäure löst sich jedoch Kupfer auch inverd. Schwefelsäure und gleichzeitig oxydiert die Salpetersäuredas Schwefeldioxyd wieder zu Schwefelsäure, so daß dieses nichtverlorengeht.

3 Cu + 3H 2 S0 4 + 2HN0 3 = 3CuS0 4 + 2NO + 4H 2 0 .Aus rohem Kupfervitriol läßt sich das reine Salz nur sehrschwer gewinnen, vgl. Bd. I; ein Salz, das nur durch Eisen ver-unreinigt ist, wird hiervon befreit, indem man die wäßrige Lösungerst mit wenig Salpetersäure und Schwefelsäure und dann mitfrisch gefälltem Kupferoxyd erhitzt. Dabei geht das Ferrosulfat inFerrisulfat über, und dieses setzt sich mit dem Kupferoxyd um zuKupfersulfat und Eisenhydroxyd.6FeS0 4 + 3H 2 S0 4 + 2HN0 3 = 3Fe 2 (S0 4 ) 3 + 2NO + 4H 2 0 ,Fe 2 (S0 4 ) 3 + 3"CuO + 3H 2 0 = 3CuS0 4 + 2Fe(OH) 3 .Das Filtrat, das eisenfrei ist, wird wie oben angegeben, weiter be-handelt.

Eigenschaften. Kupfervitriol löst sich in 3,5 Teilenkaltem, in 1 Teil heißem Wasser, in Weingeist ist er fastunlöslich; von den 5 Molekülen Kristallwasser entweichen4 bei 100 °, das 5. entweicht erst bei 200°, und es hinter-bleibt wasserfreies Sulfat als weißes Pulver. Die wäßrigeLösung rötet blaues Lackmuspapier, gibt mit Bariumnitrat-lösung einen weißen Niederschlag von Bariumsulfat undmit überschüssigem Ammoniak eine klare, tiefblaue Lö-sung; durch das Ammoniak fällt zunächst ein hellblauesbasisches Salz, das sich in überschüssigem Ammoniak alsCuprum sulfurieum ammoniatum, CuS0 4 + 4NH 3+ H 2 0 , mit tiefblauer Farbe löst.

CuS0 4 + BaCl 2 = BaS0 4 + CuCl 2 ;2CuS0 4 + 2NH 4 OH = [CuS0 4 + Cu(OH),] + (NH 4 ) 2 S0 4 ;[CuS0 4 + Cu(OH),] + (NH 4 ),S0 4 + 6NH 3

= 2[CuS0 4 +4NH 3 +H 2 0].