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Bismutum subnitricum. Basisches Wismutnitrat.
Porzellansehale abfiltriert und auf 180—200 g einge-dampft. Die nach 12stündigem Stehen erhaltenen Kri-stalle ■— aus Bismutnitrat Bi(N0 3 ) 3 + 5H 2 0 bestehend —werden auf einem mit etwas Asbest oder einem Glasstablose verschlossenen Trichter oder auf der Nutsche ge-sammelt, nach dem Abtropfen einige Male mit kleinen Men-gen salpetersäurehaltigem Wasser (7 Teile Wasser, 2 TeileSalpetersäure) abgespült, dann bei 15—20° getrocknet.
1 Teil Wismutnitrat wird dann mit 4 Teilen Wasser an-gerieben und diese Mischung unter Umrühren in 21 Teilesiedendes Wasser eingetragen. Wenn der Niederschlagsich abgesetzt hat, sammelt man ihn auf einem leinenenKolatorium, läßt abtropfen, wäscht ihn mit 5 Teilen kaltemWasser nach und trocknet ihn bei etwa 30 °.
Chemischer Vorgang. Wismut löst sich in warmer Salpeter-säure auf zu Wismutnitrat, Bi(Nü 3 ) 3 + 5H 2 0 , unter Bildung vonStickoxyd NO , das sich an der Luft sofort in gelbrotes Stickstoff-dioxyd umwandelt.
Bi + 4HN0 3 + 3H 2 0 = [Bi(N0 3 ) 3 + 5H 2 0] + NO .
Wegen der großen Giftigkeit der sich entwickelnden Dämpfenehme man die Reaktion unter einem gut ziehenden Abzüge vor.Die das Wismut häufig verunreinigenden Metalle, wie Eisen, Blei,Kupfer, bleiben beim Eindampfen in der Mutterlauge als Nitrategelöst, während Arsen zu Arsensäure oxydiert wird und als un-lösliches arsensaures Wismut BiAs0 4 sich abscheidet.
Zum Auswaschen des Wismutnitrats muß salpetersäurehaltigesWasser benutzt werden, weil das Salz durch reines Wasser eineZersetzung (s. u.) erleidet.
Gießt man die Anreibung von Wismutnitrat in Wasser, so er-hält man einen Niederschlag von basischem Wismutnitrat, das,je nach der Menge und der Temperatur des Wassers eine ver-schiedene Zusammensetzung zeigt. Um ein Präparat von stetsgleichmäßiger Beschaffenheit zu erhalten, ist es also nötig, die vomArzneibuch gegebenen Vorschrilten genau einzuhalten. Wahr-scheinlich verlaufen folgende Reaktionen gleichzeitig nebenein-ander :