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4 (1921) Übungspräparate
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Acidum aceticum. Essigsäure.

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erst übergehende Essigsäure Salzsäure, in diesem Fallegeben 1520 Tropfen Destillat nach dem Verdünnen mit20 com Wasser auf Zusatz von 23 com Salpetersäure undeinigen Tropfen Silbernitratlösung einen Niederschlag odereine Trübung. Man destilliert so lange, bis das Destillatchlorfrei oder doch fast chlorfrei ist und legt dann eineneue, trockene, tarierte Vorlage vor.

In der Regel enthält die so gewonnene Säure etwasSchwefeldioxyd, entstanden durch Einwirkung der Schwe-felsäure auf Kohle, die in geringen Mengen bei dem Er-hitzen des Natriumacetats sich bilden kann. Man erkenntdas Schwefeldioxyd daran, daß eine Mischung von 14 comWasser und 1,0 com Kaliumpermanganatlösung (1 : 1000)auf Zusatz von 6 ccm der Säure innerhalb 1 Stunde ent-färbt wird. Enthält die Säure Schwefeldioxyd, gibt manzu 100 g derselben 1 g gepulvertes Kaliumdichromat, ent-hält sie auch noch geringe Menge Chlorwasserstoff, 5 gwasserfreies Natriumacetat, und läßt unter häufigem Um-schütteln 12 Stunden stehen. Sodann gießt man von demUngelösten ab und rektifiziert die so gereinigte Säure durchErhitzen aus einem Sandbade; man benutzt zweckmäßigeine mit Glasstopfen verschließbare Retorte mit vorgeleg-tem Liebigschem Kühler. 100 g wasserfreies Natrium-acetat geben theoretisch 73 g wasserfreie Säure.

Chemischer Vorgang. Die Reaktion zwischen Natriumacetatund Schwefelsäure verläuft nach der Gleichung

3CH 3 COONa + 2H 2 S0 4 = 3CH 3 COOH + Na 2 S0 4 + NaHS0 4 .

Nimmt man auf 1 Molekül Natriumacetat 1 Molekül Schwefel-säure, auf 100 g Salz also 120 g Säure, muß man die Temperaturso hoch steigern, daß leicht größere Mengen von S0 2 sich bilden.Die Bildung von S0 2 und dessen Beseitigung durch Kaliumdichro-mat verläuft nach den Gleichungen