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las st sich ohne Mühe das Ei weiss frei und dadurch fürReaktionen bequem zugängig machen.
Um nun zu entscheiden, ob das gefundene Eiweiss wohl aufder Nahrungszufuhr beruht, verschaffte ich mir aus der hiesigenIrrenanstalt Urine von solchen Patienten, die freiwilligkeine Nahrung zu sich nahmen und nur durch massigeMengen Milch, welche durch Schlundsonde eingeführt wurde, amLeben erhalten wurden. Drei solche Harne verarbeitete ich nachRusconis Methode mit Barytwasser. Alle dabei erzielten Nieder-schläge gaben die vier bekannten Proben sehr deutlich positiv.Der vierte Harn wurde mit Spieglers Reagenz versetzt, und auchhier zeigte das Auftreten der vier Reaktionen sehr deutlich dasVorhandensein von Eiweiss.
Drittes Ergebnis: Auch bei fast völliger Nahrungs-enthaltung gelingt es mittelst Spieglers Reagenz dasnormale Harneiweiss nachzuweisen.
VIII. Ueber den Harn der Krätzkranken.
Ich verarbeitete nun Harn von hiesigen Krätzkranken, die 1durch sechsmaliges Einreiben mit 33 1 /$ °/o igei* Schwefelsalbe ge-heilt wurden. Diese Harne behandelte ich mit Barytwasser imVerhältnis 10: 100 und bekam dabei folgende Resultate. Ver-wandte ich nur 100 cem Harn, so zeigten die Niederschläge derUrine von fünf männlichen Patienten die Reaktion von Adam-kiewiez positiv und nur ein Niederschlag wies mit Natronlaugeund Ueberschichten mit ganz verdünntem Kupfersulfat eine deut-liche violette Scheibe auf. Bei mehr als 100 cem Harn fielen ein-mal sämtliche Proben negativ aus. Achtmal ergab sich beimKochen mit Glyoxyl- und konzentrierter Schwefelsäure eine deut-liche violette Farbe. Von diesen zeigten wieder vier Niederschlägemit Formaldehydlösung und Unterschichten mit konzentrierterSchwefelsäure eine deutliche violette Zone und einer ergab mitMillons Reagenz eine Rotfärbimg. Von den Niederschlägen derHarne weiblicher Krätzkranker zeigten zwei gar keine Reaktion.Bei zehn fiel die von Adamkiewicz positiv aus und bei siebenvon diesen war auch die von Acree sehr deutlich, einmal auchdie Biuretprobe. Bei Kinderurinen war das Resultat ein ähnliches.Achtmal war die Reaktion von Adamkiewicz positiv, davonviermal die von Acree und einmal sogar die von Mi Hon unddie Biuretprobe. Bei einer Patientin, die zugleich ein über den